Symbolträchtiges Exponat aus der TiefeBundespräsident Steinmeier übergibt letztes Stück deutscher Steinkohle an Haus der Geschichte in Bonn
Sie steht für deutsche Industriegeschichte, harte Arbeit und den Wandel einer ganzen Region: Das letzte in Deutschland geförderte Stück Steinkohle hat einen neuen Platz gefunden. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier übergab das symbolträchtige Exponat am Donnerstag (09.07.) an das Haus der Geschichte in Bonn.
Letztes Stück Steinkohle zieht ins Museum
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Donnerstag (09.07.) im Haus der Geschichte in Bonn das letzte in Deutschland geförderte Stück Steinkohle offiziell übergeben. Das rund sieben Kilogramm schwere Exponat stammt von der Zeche Prosper Haniel in Bottrop und wird künftig Teil der Dauerausstellung „Du bist Teil der Geschichte. Deutschland seit 1945“ sein. Die Übergabe schloss einen vor siebeneinhalb Jahren begonnenen Kreis: Steinmeier hatte das Kohlestück 2018 bei der Abschiedsveranstaltung für den deutschen Steinkohlenbergbau entgegengenommen.
Stück Industriegeschichte wird Museumsexponat
Das schwarze Stück aus Bottrop steht symbolisch für den Strukturwandel im Ruhrgebiet und die lange Geschichte des Bergbaus in Deutschland. Es war zur Schließung der letzten Zeche von Bergleuten übergeben worden. Seitdem lag es im Schloss Bellevue, bevor es jetzt dauerhaft ins Bonner Museum einzog. Harald Biermann ist Präsident der Stiftung Haus der Geschichte. Er sagte, die Kohle solle als zentrales Objekt an die Arbeitswelt, den Alltag der Bergleute und das industrielle Erbe erinnern.
Persönliche Übergabe und Erinnerungen
Bei der Übergabe traf Steinmeier auf den Bergmann, der ihm das Stück damals überreicht hatte; nicht nur für die unmittelbar Beteiligten ein unvergesslicher Moment. Der Bundespräsident hatte schon damals gesagt: „Das ist mehr als ein Stück Kohle. Das ist Geschichte.“ Diese Aussage wurde bei der jetzigen Übergabe wieder aufgegriffen und unterstrich den erinnerungskulturellen Wert des Exponats. Das Museum plant, die Kohle in der Dauerausstellung so zu platzieren, dass Besucher den Wandel von Industrie, Arbeit und Gesellschaft nachvollziehen können.

































