Bewohner müssen ihre Häuser verlassenBaukran kippt auf Wohnhaus in Erkrath – Großeinsatz für Feuerwehr und THW
In Erkrath hat ein umgestürzter Baukran am Dienstagabend (10.03.) einen Großeinsatz ausgelöst. Feuerwehr, Polizei und Technisches Hilfswerk waren mit zahlreichen Kräften vor Ort. Der tonnenschwere Kran stürzte auf einen Rohbau und beschädigte ein angrenzendes Einfamilienhaus.
Plötzlich hieß es: Alle raus!
Für die Bewohner der umliegenden Häuser kam der Einsatz völlig überraschend. Aus Sicherheitsgründen mussten sie ihre Wohnungen schnell verlassen – auch Familie Caliskan. Die Einsatzkräfte befürchteten, dass der umgestürzte Kran noch weiter kippen könnte. Anette Caliskan erinnert sich an den Moment noch genau: Sie war gerade zu Hause, als klar wurde, dass es gefährlich werden könnte. Viel Zeit blieb der Familie nicht – nur wenige Minuten, um das Nötigste zu packen und das Haus zu verlassen.
Kran verliert beim Heben das Gleichgewicht
Der Unfall passierte auf einer Baustelle direkt neben dem Wohnhaus. Beim Heben einer Palette mit Gipskartonplatten verlor der Baukran offenbar das Gleichgewicht. Die schwere Last stürzte auf den Rohbau und traf auch das angrenzende Einfamilienhaus. Verletzt wurde nach Angaben der Einsatzkräfte niemand. Trotzdem handelt es sich laut Feuerwehr um eine sehr ungewöhnliche und gefährliche Einsatzlage, weil der Kran in einer ungünstigen Position steckt.
Mehr als 100 Einsatzkräfte vor Ort
Seit dem Unfall sind mehr als 100 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei und Technischem Hilfswerk im Einsatz. Warum der Baukran umgekippt ist, ist derzeit noch unklar. Möglich sind mehrere Ursachen – etwa Überlastung, Bedienfehler oder ein instabiler Untergrund. Für Familie Caliskan bedeutet der Vorfall vor allem eines: warten. Die Familie ist vorübergehend bei Nachbarn untergekommen und hofft, bald wieder zurück in ihr Zuhause zu können. Damit der Kran nicht weiter kippt, haben Feuerwehr und THW das schwere Gerät provisorisch am Rohbau gesichert. Nun soll der Kran Schritt für Schritt auseinandergebaut und abtransportiert werden. Die Arbeiten könnten sich jedoch noch bis Donnerstag (12.03.) hinziehen. Erst wenn die Einsatzkräfte Entwarnung geben, darf Familie Caliskan wieder in ihr Haus zurückkehren.

































