„Volkswagen muss einfacher werden”Harte Monate bei Volkswagen! Olaf Lies warnt vor „schmerzhaftem“ VW-Umbau

26.08.2026, Niedersachsen, Osnabrück: Olaf Lies (SPD), Ministerpräsident von Niedersachsen, gibt nach seinem Besuch des VW-Werks in Osnabrück ein Statement ab. Foto: David Ebener/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) sitzt im Aufsichtsrat von Volkswagen. 
dpa
von Anne Korff und Philipp Baumhöfner

Wie soll es weitergehen?
Gleich zum Auftakt nach der Sommerpause im Niedersächischen Landtag sind alle Augen auf VW gerichtet. Und auf Ministerpräsident Olaf Lies, der sich nun zu den jüngsten Entscheidungen und der Lage des Autokonzerns erklärt.

Volkswagen soll einfacher und effizienter werden

Es ist eine Nachricht, die nicht nur bei VW, sondern auch in der Niederächsischen Landesregierung Spuren hinterlässt: Der Autobauer will in den nächsten Jahren zusätzlich 50.000 Stellen streichen, das Werk in Osnabrück gibt man Ende 2027 auf. Das Land Niedersachsen als zweitgrößter Anteilseigner überlegt nun Ziele und Schritte, um Volkswagen wieder fit für die Zukunft zu machen. SPD-Ministerpräsident Olaf Lies zeigt sich am Mittwoch (9. September) in seiner Regierungserklärung zuversichtlich.

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Gemeinsam mit dem Aufsichtsrat habe man einstimmig einen Zukunftsplan beschlossen, heißt es. Darin sollen unter anderem jährlich neun Millionen Fahrzeuge geplant sein sowie eine angestrebte Umsatzrendite von 9% bis 2030. „Volkswagen muss noch schneller, muss einfacher und effizienter werden. Kosten müssen sinken, Entscheidungswege müssen kürzer werden und auch Entwicklungszeiten müssen sich verkürzen. Und der Konzern muss seine technologische Stärke wieder konsequenter in wettbewerbsfähige Produkte umsetzen”, erklärt Lies.

China ist einer der größten Konkurrenten

Ein Wort, das in der Debatte immer wieder fällt, ist China. Und das, mit Blick auf die Zahlen, offenbar aus gutem Grund. Laut europäischem Autoverband ACEA wurden im vergangenen Jahr über eine Million Autos aus China in die EU importiert, davon 42,9% Elektroautos. Zum Vergleich: die Autoextporte nach China betrugen gerade einmal knapp über 160.000.

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Die Opposition rund um Sebastian Lechner von der CDU kritisiert daher die Art und Weise, wie sich das Land am Konzern beteiligt. „Ich glaube, es hätte Ihnen gut gestanden, heute hier auch mal etwas Demut zu zeigen, auch mal klarzumachen, dass Sie auch Fehler gemacht haben in Ihrer Automobilpolitik, in Ihrer Volkswagenpolitik”, sagt er. In China würden Fahrzeuge zudem schneller entwickelt und günstiger produziert als bei uns.

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Olaf Lies zeigt sich indes unbeeindruckt und überzeugt von seiner vorgestellten Strategie. Doch der Ministerpräsident weiß auch, dass für verschiedene Werke, etwa in Emden und Hannover, noch keine „wettbewerbsfähige Folgebelegung” ab 2031 bis 2034 gewährleistet ist. Dies wolle man nun als Grundlage nehmen und notwendige Veränderungen in Zukunft so sozialverträglich wie möglich gestalten. „Unser Ziel ist, Volkswagen so zu verändern, dass es auch morgen stark ist mit innovativen Produkten und wettbewerbsfähigen Strukturen, mit starken Standorten, aber vor allen Dingen mit guten Arbeitsplätzen. Die Einigung im Aufsichtsrat hat dafür die Grundlage geschaffen.”

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, ACEA