Neue Schutzgebiete in der Nordsee geplantWeniger Fanggebiete! Wird das Krabbenbrötchen jetzt noch teurer?

Krabbenfischerei
Neue Grenzen für den Krabbenfang.
Sina Schuldt/dpa

Neue Grenzen für die Fischer – höhere Preise für uns?
Zwischen sieben und elf Euro kostet ein Krabbenbrötchen derzeit – je nach Region und Betrieb. Nun hat Niedersachsen Flächen ausgewählt, in denen künftig nicht mehr gefischt werden darf. Das soll empfindliche Lebensräume schützen, könnte den Fang aber aufwendiger machen. Werden Krabben dadurch teurer?

Wo künftig weniger gefischt werden soll

Nach anderthalb Jahren Gesprächen steht die Auswahl der geplanten Schutzgebiete fest. Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte (Bündnis 90/Die Grünen) und Umweltminister Christian Meyer (Bündnis 90/Die Grünen) haben die Flächen in Hannover vorgestellt. Sie verteilen sich entlang der niedersächsischen Küste: vom Borkum-Riff im Westen über den Jadebusen und Wangerooge bis zur Wurster Küste an der Wesermündung. In diesen Bereichen soll die Fischerei künftig eingeschränkt werden. Für Krabbenfischer bedeutet das neue Grenzen auf See.

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Warum die Fischer mit höheren Kosten rechnen

Wenn Fanggebiete wegfallen, wird es für die Fischer schwieriger, Krabben zu fangen. Davon geht Söhnke Thaden vom Landesfischereiverband Niedersachsen aus. Er rechnet außerdem mit steigenden Nebenkosten. „Also billiger werden sie dadurch sicherlich nicht“, sagt Thaden über die Krabben.

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Für Verbraucher bedeutet das: Die Fischerei erwartet höhere Kosten. Ob und um wie viel dadurch auch die Preise für Krabbenbrötchen steigen, bleibt allerdings offen. Eine konkrete Preisprognose gibt es bisher nicht.

Warum die Natur mehr Ruhe bekommen soll

Bei der Krabbenfischerei wird Fanggeschirr über den Meeresboden gezogen. Wie stark die Schäden dadurch sind, werde unterschiedlich bewertet, erklärt Olaf von Drachenfels vom NABU Niedersachsen. Er hofft, dass sich empfindliche Meeresorganismen in den geschützten Bereichen erholen können. Die Landesregierung will zugleich die Interessen der Fischer berücksichtigen.

Das Ziel: Ein Kompromiss, der die Natur schützt und weiterhin Fischerei ermöglicht.
Auch in Schleswig-Holstein sind solche Schutzgebiete geplant: Umweltminister Tobias Goldschmidt (Bündnis 90/Die Grünen) will dort ebenfalls fischereifreie Bereiche schaffen.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche