Wurde die Schlange gewaltsam gehäutet?Frau findet vier Meter lange Python-Haut mitten auf dem Gehweg

Wurde das Tier gequält?
In Rüningen in Braunschweig taucht eine vier Meter lange Schlangenhaut auf - und damit auch eine drängende Frage. Die Haut soll einem Python gehört haben, nicht gerade eine heimische Schlangenart. Aber wo steckt die Schlange jetzt?
Exotischer Fund in Niedersachsen
Am Montagnachmittag (05. Oktober) findet eine 40-jährige Passantin auf einem Gehweg in Rüningen, Braunschweig, die meterlange Schlangenhaut. Sie nimmt sie an sich und übergibt sie später an die Polizei. Die ist sich ziemlich sicher: Die Haut ist echt! Sie soll einem Netzpython gehört haben, einer exotischen Riesenschlange aus Asien.
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Schlange könnte gehäutet worden sein
Der Fund wirft besonders eine Frage auf: Wo ist die gefährliche Riesenschlange jetzt? Die Polizei Braunschweig geht nach RTL-Informationen nicht davon aus, dass sich der Python, der fünf bis sechs Meter lang sein könnte, frei in der Gegend aufhält. Denn die Haut sei vermutlich schon älter, geschätzt könne sie ein bis zwei Jahre alt sein. Normalerweise haben Schlangen einen natürlichen Häutungsprozess. In diesem Fall sei es aber nicht auszuschließen, dass Menschen das Tier gehäutet haben.
„Nach derzeitigem Ermittlungsstand gehen wir nicht davon aus, dass die Schlange ihre Haut im Rahmen einer natürlichen Häutung selbstständig abgestreift hat. Ob die Schlange im Vorfeld zielgerichtet getötet wurde, kann aktuell nicht gesagt werden. Dies ist wiederum Bestandteil der Ermittlung”, so die Polizei im Gespräch mit RTL.
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Haltung unter Auflagen erlaubt
Der Netzpython ist eine der größten Schlangen der Welt. Die Schlangenart gilt als anpassungsfähig, kommt aber ursprünglich aus den feuchten asiatischen Tropengebieten und kann eine Länge von bis zu sechs Metern und ein Gewicht von bis zu 75 Kilogramm erreichen. In Niedersachsen, wo die Schlangenhaut gefunden wurde, ist die Haltung zwar nicht komplett verboten, erfordert aber eine Genehmigung. Das ist in jedem Bundesland unterschiedlich. Halter müssen in Niedersachsen Sachkundenachweise erbringen, Zuverlässigkeit nachweisen und strenge Sicherheitsauflagen für die Terrarien erfüllen.
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In diesem Fall sucht die Polizei wegen des Verdachts auf einen Verstoß gegen das Bundesnaturschutzgesetz jetzt nach dem Besitzer des Tieres. Zeugen, die in Rüningen verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise auf Personen geben können, die in Verbindung mit Reptilien stehen, werden gebeten, sich beim Kriminaldauerdienst unter 0531/ 476 2516 zu melden.
Verwendete Quellen: Eigene RTL-Recherche, Polizei Braunschweig, Niedersächische Gefahrtier-Verordnung



