Weitere Kinder sind infiziert Frühchen stirbt durch Erreger in Krankenhaus

Es war gerade einmal etwa 500 Gramm schwer!
Im Klinikum Bremen-Mitte verbreitet sich auf der Intensivstation für Frühgeborene ein Erreger, der zumindest für größere Kinder harmlos ist. Bei Frühgeborenen löst er jedoch lebensbedrohliche Infektionen aus und hat das Leben eines Neugeborenen gekostet.
Mindestens ein weiterer Fall ist bekannt
In regelmäßigen Abständen werden die Frühchen auf der neonatologischen Station im Klinikum Bremen-Mitte auf Bakterien und Keime getestet. Auf dieser Station werden ausschließlich kranke und winzige Frühgeborene betreut. Innerhalb kürzester Zeit hat das Krankenhaus mindestens zweimal den Erreger Serratia festgestellt. Ein Bakterium, das Harnwegs- und Atemwegsinfektionen auslöst. Für die Frühchen, deren Immunsystem besonders schwach ist, eine Katastrophe.
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Eines der betroffenen Frühchen ist in der 24. Schwangerschaftswoche zur Welt gekommen und wog gerade einmal 500 Gramm, als es sich mit dem Virus infizierte. Es überlebte die Infektion nicht. „Also natürlich gilt unser Mitgefühl in erster Linie den Eltern des gestorbenen Frühgeborenen. Ansonsten ist es jetzt unsere Aufgabe, alle Hygienemaßnahmen umzusetzen, die da erforderlich sind. Wir haben auch natürlich weiterhin getestet“, erklärt Karen Matiszick vom Gesundheit Nord Klinikverbund Bremen.
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Mindestens ein weiteres Frühchen soll sich ebenfalls mit dem Erreger infiziert haben, sei aber stabil. Ein anderes Kind sei von einem Keim besiedelt, fest steht jedoch bislang nicht, ob es sich dabei auch um den Erreger Serratia handelt. „Wir haben die Kinder natürlich isoliert von den übrigen Patienten. Wir haben zusätzliche Schutzkleidung eingeführt. Wir sind mit dem Gesundheitsamt in Abstimmung und wir haben jetzt sehr viele zusätzliche Hygienemaßnahmen auf den Weg gebracht“, berichtet Karen Matiszick im Gespräch mit RTL.
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Der Fall ist nicht ungewöhnlich
Wie genau der Erreger ins Krankenhaus gelangen konnte, lässt sich nicht mehr klären. Erreger können auf vielen verschiedenen Wegen ins Krankenhaus gelangen. Zum Beispiel durch Personen von außen, die die Keime auf der Kleidung oder Haut mit ins Krankenhaus tragen. Aber auch über die Luft oder Wasser können Keime ins Krankenhaus gelangen. Der Fall aus dem Klinikum in Bremen soll nun mit Hilfe des Gesundheitsamts aufgeklärt werden.
Verwendete Quellen: Eigene RTL-Recherche, Gesundheit Nord Klinikverbund Bremen



