„Ich hatte schon ein bisschen Angst”Überfall mit Schüssen in Kiosk! Mitarbeiter kämpft gegen Räuber

Kioskmitarbeiter Wahid Ghassemi berichtet von dem Überfall.
Kioskmitarbeiter Wahid Ghassemi berichtet von dem Überfall.
Jörn Hüneke/dpa/RTL Nord

Plötzlich fallen Schüsse!
Am Sonntag (19. Juli) stürmt ein maskierter Mann einen Kiosk in Bremen und bedroht Mitarbeiter Wahid Ghassemi mit einer Waffe. Der Verkäufer wehrt sich, dann drückt der Täter ab. Es sind Sekunden, in denen alles eskaliert.

Räuber hat es auf Bargeld abgesehen

Gegen 17.45 Uhr betritt der Täter den Kiosk am Utbremer Ring in Bremen‑Findorff. Er ist maskiert und bewaffnet, sein Ziel: Das Bargeld in der Kasse. Auf einem Überwachungsvideo ist zu sehen, wie er hinter die Ladentheke stürmt und mit Schlägen auf den Verkäufer losgeht. Doch der 26-jährige Kioskmitarbeiter wehrt sich und drängt den Angreifer zurück, nimmt ihn in den Schwitzkasten. „Er hat mir gesagt: Gib das Geld in der Kasse! Ich habe nicht gegeben. (...) Ich hatte schon ein bisschen Angst”, erzählt Kioskmitarbeiter Wahid Ghassemi im Interview mit RTL.

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Der Überfall hinterlässt bei Wahid Ghassemi sichtbare Spuren.

Dann fallen Schüsse, der Räuber flieht ohne Beute. Der Angestellte kommt später mit einer Platzwunde am Kopf ins Krankenhaus, verursacht durch einen Schlag mit der Waffe.

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Fahndungserfolg noch in derselben Nacht

Die Polizei fahndet nach dem Täter und nimmt noch am selben Abend mehrere Personen mit auf die Wache. Doch niemand kann eindeutig als Täter identifiziert werden, die Verdächtigen werden wieder entlassen. Dann folgt die Wendung!

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„Gegen kurz nach Mitternacht gar nicht so weit entfernt gab es eine Auseinandersetzung zwischen zwei Männern. Das wurde der Polizei gemeldet, wir waren sehr schnell vor Ort. Bei dieser Sachverhaltsaufnahme hat sich dann herausgestellt, dass einer der Beteiligten, der 35-jährige Mann, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit den Kiosk vorher überfallen hat”, erklärt der Pressesprecher der Polizei Bremen, Nils Matthiesen, im Gespräch.

Waffe entpuppt sich als Schreckschuss-Pistole

Die auf dem Überwachungsvideo zu sehende Pistole entpuppt sich später als Schreckschusswaffe. Trotzdem warnen die Ermittler ausdrücklich vor dem Vorgehen des Kioskmitarbeiters: Sich einem bewaffneten Täter körperlich entgegenzustellen, kann lebensgefährlich sein – zumal in der Situation nicht klar war, ob es sich um eine Attrappe, eine Schreckschusswaffe oder eine scharfe Pistole handelt.

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Der Kioskmitarbeiter konnte in diesem Fall den Täter in die Flucht schlagen und verrät, dass er beim nächsten Mal wieder genauso reagieren und den Angreifer körperlich stellen würde. Davon rät die Polizei allerdings dringend ab: „Den Forderungen des Täters nachkommen, sich die Täterbeschreibung und Fluchtrichtung merken, schnell die Polizei unter 110 rufen. Nicht selbst in Gefahr bringen. Das ist immer besser.” Ghassemi konnte das Krankenhaus noch am selben Abend verlassen.

Verwendete Quellen: Eigene RTL-Recherchen, Polizei Bremen