Nach Tod eines Frühchens in Bremer KlinikGibt es weitere Nachweise des Bakteriums?

Das Klinikum Bremen Mitte ist jetzt mit dem Gesundheitsamt im Austausch.
Das Klinikum Bremen-Mitte will verhindern, dass sich weitere Patienten anstecken.
RTL Nord

Zwei Babys sind derzeit isoliert.
Vergangene Woche ist ein Frühchen im Klinikum Bremen-Mitte an den Folgen eines lebensbedrohlichen Erregers gestorben. Am Mittwoch (22. April) äußerte sich eine Kliniksprecherin vorsichtig optimistisch: Weitere Keimnachweise gibt es bislang nicht.

Babys in Eltern-Kind-Zentrum

Bislang gibt es keine neuen Nachweise des Bakteriums, wie eine Kliniksprecherin auf dpa-Nachfrage am Mittwochmittag mitteilt. Auf der betroffenen Intensivstation für Frühgeborene in Bremen-Mitte gelten aber weiter strenge Hygieneregeln. Die beiden Babys, bei denen der Erreger festgestellt wurde, sind demnach auf der Station im Eltern-Kind-Zentrum des Klinikums Bremen-Mitte isoliert.

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Das Bakterium Serratia marcescens ist im April an insgesamt drei Patienten nachgewiesen worden. Ein Frühgeborenes, das bei der Geburt nur rund 500 Gramm wog, starb an einer durch das Bakterium verursachten Infektion.

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Keine Gefahr für gesunde Kinder

Ein zweites Frühchen ist auch infiziert, aber unter antibiotischer Therapie stabil, wie die Sprecherin mitteilte. Ein drittes Baby sei mit dem Bakterium besiedelt und zeige keine Anzeichen einer Infektion. Der Erreger wurde bei routinemäßigen Screening-Untersuchungen entdeckt.

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Das Bakterium kann der Klinik zufolge in der Regel gut mit Antibiotika behandelt werden und stellt für größere und gesunde Kinder keine relevante Gefahr dar. Bei Frühgeborenen könne der Keim allerdings Infektionen auslösen, hieß es. Die betroffene Intensivstation hat zwölf Plätze für sehr kleine und kranke Frühgeborene. (cpe mit dpa)