„Riesige Schweinerei”Tier einfach entsorgt! Torsten findet Kadaver in Koffer

Fotokollage: Links Torsten Kraft mit seinem Hund, rechts der geöffnete Koffer (geblurrt).
Torsten findet auf seiner Gassi-Runde einen mysteriösen Koffer.
Privat/ Torsten Kraft
von Larissa Pitzen

Plötzlich steigt beißender Geruch auf!
Torsten Kraft findet bei einem Spaziergang zwischen Klein- und Großenenglis (Hessen) einen roten Koffer. Als er ihn öffnet, ist klar: Hier muss jemand sein Tier entsorgt haben.

Torsten Kraft: „Ich hab’ gedacht, da stimmt doch etwas nicht”

Es ist ein gewöhnlicher Sonntag für Torsten Kraft aus Schrecksbach. Nach dem Mittagessen geht er wie immer mit seiner Lebensgefährtin und den Hunden eine Runde. An einer Bundesstraße sieht er an der Leitplanke einen roten Koffer. „Ich bin neugierig geworden und als ich dem Koffer näherkam, haben die Hunde schon angeschlagen“, sagt er im RTL-Interview. „Ich hab gedacht, da stimmt doch etwas nicht.“

Im Video: Hund hilft mit Freund zu vergraben

„Da hatte ich ein ganz ungutes Gefühl, ehrlich gesagt“, sagt er. „Ich sagte zu meiner Lebensgefährtin noch, nicht, dass da jemand ein Tier entsorgt hat.“ Erst beim Öffnen muss er feststellen, dass er mit seiner Vermutung wohl Recht behalten soll.

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Totes Tier verbirgt sich in rotem Koffer

Der Reißverschluss klemmt erst, doch dann gelingt es dem 53-Jährigen den Koffer einen Spalt weit zu öffnen. „Da kam schon der Duft von Verwesung heraus“, sagt Kraft. Er vermutet, dass es sich dabei um einen Hund handelt, der schon tot war, bevor er in den Koffer gesteckt wurde. „Die Verwesung war schon sehr weit fortgeschritten.“

Fotokollage: Links der geöffnete Koffer (geblurrt), rechts der Koffer vor der Leitplanke
In dem Koffer findet Torsten ein totes Tier.
Privat/ Torsten Kraft

Er ruft die Polizei. Die kann jedoch nicht viel machen, außer die Straßenmeisterei zu informieren, um den Kadaver zu entsorgen. „Ich habe richtigen Hass empfunden gegen denjenigen. Kein Tier, kein Lebewesen hat so etwas verdient.”, sagt Kraft.

Facebook-Post wird hundertfach geteilt

„Mich hat das nicht in Ruhe gelassen, ich finde, das ist eine riesige Schweinerei, so mit einem Tier umzugehen“, sagt der 53-Jährige. „Ich habe auch schon einige Tiere zu Grabe getragen.“ Es gebe zig Wege, ein Tier zu beerdigen oder zu entsorgen, auch wenn man nicht viel Geld habe.

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Der Hundeliebhaber greift zum Handy, fotografiert die Fundstelle und postet den Vorfall auf Facebook. Mittlerweile wurde der Post über 700 Mal geteilt. „Ich hoffe damit zu erreichen, dass derjenige sieht, was er gemacht hat (...) und dass er ein schlechtes Gewissen hat, wenigstens dem Tier gegenüber.“ Sodass solche Vorfälle demnächst möglichst nicht mehr vorkommen.