Hoch Arno dreht aufSommer im Herbst! Deutschland bekommt noch einmal bis zu 31 Grad

Wetter in Baden-Württemberg
Der Altweibersommer bringt nochmals Temperaturen um 30 Grad! (Symbolbild)
Warnack, Thomas Warnack/dpa, Thomas Warnack

Das Hitze-Comeback könnte sogar Geschichte schreiben.
T-Shirt statt Übergangsjacke! Hoch Arno beschert Deutschland noch einmal einen ordentlichen Schluck Sommer. RTL-Meteorologe Oliver Klein erwartet im Südwesten mehrere Tage mit Temperaturen um oder über 30 Grad. Sein Kollege Rainer Buchhop hält sogar eine außergewöhnlich späte Hitzewelle für möglich.

Im Südwesten kehrt der Sommer zurück

Sonnenbrille raus, der Herbst kann warten! „Auch im Südwesten Deutschlands sind ab Sonntag stellenweise nochmals um oder knapp über 30 Grad möglich“, erklärt RTL-Meteorologe Oliver Klein. Besonders am südlichen Oberrhein und Hochrhein könnte sich das Sommerwetter bis Mittwoch halten.

Dahinter steckt Hoch Arno. Es drängt feuchtere Luft nach Osten ab und lässt die Temperaturen noch einmal kräftig steigen. Schon am Samstag sind im Süden örtlich bis zu 29 Grad drin. In der Mitte und im Süden scheint nach Nebelauflösung häufig die Sonne, während im Norden bei 18 bis 21 Grad zeitweise Wolken durchziehen und vereinzelt etwas Regen fällt.

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Am Sonntag könnte dann endgültig Hochsommer-Feeling aufkommen. Klein erwartet am Ober- und Hochrhein sowie in der Südpfalz bis zu 30 Grad. RTL-Meteorologe Rainer Buchhop geht sogar noch einen Schritt weiter: „Es könnte auch am Sonntag schon 31 Grad geben.“

Droht uns die späteste Hitzewelle überhaupt?

Und der Altweibersommer macht offenbar Überstunden. Am Montag sind zwischen Oberrhein, Süd- und Vorderpfalz laut Klein erneut bis zu 31 Grad möglich. Auch an den darauffolgenden Tagen könnte die 30-Grad-Marke regional wieder geknackt werden

Das könnte außergewöhnlich werden. Buchhop hält es für möglich, dass Deutschland die späteste Hitzewelle dieser Art erlebt. Als Hitzewelle definiert er in diesem Fall mindestens drei Tage am Stück, an denen örtlich 30 Grad oder mehr erreicht werden. Ende September oder Anfang Oktober habe es bislang zwar einzelne Tage mit mehr als 30 Grad gegeben, aber keine entsprechende Serie.

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So schön das späte Sommer-Comeback klingt, dringend benötigten Regen bringt Arno kaum. Vor allem im Süden und Südwesten setzt sich die extreme Trockenheit laut Klein bis mindestens Mitte der kommenden Woche fort.

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Sommer-Sonne verschärft Niedrigwasser

Das zeigt sich besonders an Flüssen und Seen. Der Bodenseepegel in Konstanz liegt derzeit bei 2,55 Metern und damit laut Klein so niedrig wie noch nie in diesem Jahr. Ein Absinken unter 2,50 Meter sei in den nächsten Tagen sehr wahrscheinlich. Vor allem in flachen Häfen könnte es Probleme für die Schifffahrt bringen.

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Auch der Rhein führt wenig Wasser. In Köln steht der Pegel derzeit bei 52 Zentimetern und damit nur sechs Zentimeter über seinem Tiefstwert vom August. Bleibt der Regen weiter aus, könnten an einigen Messstellen neue Minimalwerte erreicht werden. In Teilen Baden-Württembergs und der Pfalz liegt zudem die Waldbrandgefahr auf der zweithöchsten Stufe.

Für Sonnenfans heißt es also noch einmal: Altweibersommer genießen. Und sollte die 30-Grad-Marke tatsächlich mehrere Tage hintereinander fallen, könnte dieses späte Sommer-Gastspiel sogar einen besonderen Platz in der Wetterstatistik bekommen.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche