Angehörige erheben schwere Vorwürfe gegen AirlineRollstuhlfahrer verunglückt beim Einstieg in Flugzeug tödlich

Hatte es die Fluggesellschaft zu eilig?
Hunter Adkins (24) verunglückt beim Einsteigen in eine Passagiermaschine der Fluggesellschaft Allegiant Air vor zwei Jahren tödlich. Angehörige des Rollstuhlfahrers reichen nun Klage gegen die Fluggesellschaft ein. Sie werfen dem Unternehmen vor, schuld am Tod von Adkins zu sein.
Vorwürfe an Fluggesellschaft
Hunter Adkins (24) will am Tri-State Airport bei Huntington, West Virginia (USA) ein Flugzeug boarden, berichtet das People Magazin. Der an Muskeldystrophie erkrankte 24-Jährige ist auf einen motorisierten Rollstuhl angewiesen. In der Klageschrift, die dem Onlinemagazin vorliegt, erhebt sein Vater Tony Adkins schwere Vorwürfe gegen die Fluggesellschaft. Er behauptet, der Kapitän habe das Boarding beschleunigen wollen, um früher starten zu können – Fehler in diesem Prozess hätten letztlich zum Tod seines Sohnes geführt.
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Rollstuhlfahrer stürzt auf Rampe
In der Klage heißt es, dass der sogenannte Rollstuhlassistent – eine Hilfe für Menschen mit Behinderung, um in ein Flugzeug zu steigen – für das Einladen des Gepäcks umfunktioniert wurde. So sollte das Flugzeug schneller startklar sein. Statt mit dem Assistenten in einen schmaleren Rollstuhl gehoben zu werden, wurde Hunter Adkins angeblich von einer statt wie üblich zwei Personen in einen Rollstuhl ohne Sicherheitsgurte gesetzt. Beim Heraufschieben der Rampe ins Flugzeug sei der Rollstuhl des 24-Jährigen mit Begleitperson umgekippt, Hunter Adkins ungebremst mit dem Gesicht voraus auf den Boden gefallen und seine Begleitperson direkt auf ihn drauf. Er erlag einen Tag später seinen Verletzungen.
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Familie fordert Entschädigung
Die Familie des jungen Erwachsenen fordert laut People nun eine Entschädigung von über 15.000 Euro. Vater Tony Adkins fordert zudem Schmerzensgeld, da er und der 9-jährige Bruder des Verunglückten den Vorfall mit ansehen mussten. Die Fluggesellschaft Allegiant Air äußert sich auf Anfrage des Las Vegas Review-Journal nicht zum laufenden Verfahren, spricht der Familie und den Angehörigen aber ihr tiefes Mitgefühl aus. (dst)
Verwendete Quellen: People Magazin, Las Vegas Review-Journal


