Altes Geheimnis kommt ans LichtSie hatte Baby mit Teenie (15) - Ministerin tritt zurück

Ásthildur Lóa Thórsdóttir arbeitete als Islands Kinderministerin. Wegen der Beziehung zu einem Minderjährigen gibt sie ihr Amt auf.
Ásthildur Lóa Þórsdóttir arbeitete als Islands Bildungs- und Kinderministerin. Weil sie in ihrer Jugend eine Beziehung zu einem Minderjährigen hatte, gibt sie ihr Amt auf.
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Als die Beziehung beginnt, ist sie 22 Jahre alt, er 15.
Ein Jahr später bringt sie sein Kind zur Welt. Über Jahrzehnte bleibt die Geschichte ihres Lebens geheim. Ásthildur Lóa Þórsdóttir macht Karriere, schafft es bis zur Bildungs- und Kinderministerin Islands. Als die Beziehung jetzt ans Licht kommt, gibt sie am Donnerstag (20. März) ihr Amt auf.

Isländische Ministerin und Teenager lernten sich in einer christlichen Jugendgruppe kennen

Isländischen Medienberichten zufolge lernen sich die spätere Ministerin und der damals 15-jährige Eiríkur Ásmundsson bei einer christlichen Jugendgruppe kennen. Besonders brisant: Ersten Berichten nach sei Ásthildur die Betreuerin von Eiríkur gewesen und damit für ihn verantwortlich. In einem Statement widerspricht die Ministerin am Freitag (21. März): Sie seien beide einfache Gruppenmitglieder gewesen, sagt sie. Außerdem habe der jüngere Eiríkur sie gestalkt und zu einer Beziehung gedrängt.

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Wenige Monate nach dem Kennenlernen wird die heutige Politikerin schwanger. Als sie 23 und er 16 sind, kommt das Baby. „Es ist 36 Jahre her, und in dieser Zeit hat sich viel verändert, und ich würde heute definitiv anders mit diesen Themen umgehen, als ich mit 22 Jahren die Fähigkeit und Reife dazu hatte”, sagt Ásthildur Lóa Þórsdóttir isländischen Medien.

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Isländische Ministerin tritt zurück

Kurz nach der Geburt trennen sich die Eltern. Laut der Politikerin sei der Vater abgetaucht, hätte kein Interesse mehr an dem Kind gezeigt. Über Jahrzehnte bleibt die Beziehung ein Geheimnis. Bis eine Angehörige von Vater Eiríkur Ásmundsson vor wenigen Tagen die Premierministerin Islands direkt kontaktiert und von der Beziehung erzählt. Isländischen Medienberichten zufolge sei so der Skandal ans Licht gekommen – mehr als drei Jahrzehnte nach der Schwangerschaft. Die Ministerin reicht ihre Resignation ein und gibt sich in einem Fernsehinterview reuevoll. „Waren das damals Fehler in Ihrer Jugend?”, fragt der Journalist: „Ja, ich glaube, das muss man so sagen“, antwortet die Politikerin.

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In Island sind Beziehungen mit Minderjährigen jünger als 15 verboten. Allerdings gibt es Ausnahmen für Lehrer, Mentoren und Arbeitgeber, dort liegt das Mindestalter bei 18 Jahren. (fga)