Bundesweiter Verdi-Warnstreik legt Städte lahmDeutschland steht still! Hier trifft es Pendler jetzt

Stillstand in ganz Deutschland.
Seit den frühen Morgenstunden läuft am Montag (2. Februar) der bundesweite Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr. In fast ganz Deutschland stehen Busse, U-Bahnen und Straßenbahnen still. Millionen Pendler, Eltern und Schüler müssen improvisieren – bei teils glatten Straßen.
Fast ganz Deutschland betroffen
Der Streik trifft fast das gesamte Land, mit einer Ausnahme: Niedersachsen. Dort gilt noch die Friedenspflicht, deshalb sind Streiks aktuell tarifrechtlich nicht erlaubt. Busse und Bahnen fahren regulär.
Besonders stark ist die Lage in den großen Städten:
Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern, Hessen: In vielen Metropolen fallen U-Bahnen, Trams und Stadtbusse weitgehend aus, teils gibt es Notfahrpläne.
Berlin, Hamburg, Bremen: Der städtische Nahverkehr ist massiv eingeschränkt. In Berlin fahren einzelne Straßenbahnen ohne Fahrgäste, um die Technik funktionsfähig zu halten.
Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg: Viele Städte melden Komplettausfälle bei Tram und Bus, nur wenige Ersatzlinien sind unterwegs.
Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern: Zahlreiche Busbetriebe bestreikt, vielerorts Stillstand oder stark reduzierter Betrieb.
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Deutsche Bahn fährt
Nicht betroffen ist die Deutsche Bahn. Die DB wird als Unternehmen nicht von Verdi vertreten. Trotzdem wird es für viele eng. Arbeitnehmer müssen trotz Streik pünktlich erscheinen. Auch für Schüler gilt weiter Schulpflicht, Eltern müssen also Ersatzlösungen finden.
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Zusätzlich warnt der Deutsche Wetterdienst vor gefrierendem Regen und Glätte in einigen Regionen – der Streik trifft Pendler damit doppelt hart.

Warum jetzt fast alles stillsteht
Seit Montagfrüh bestreikt Verdi kommunale Verkehrsunternehmen in fast allen Bundesländern. Ziel: mehr Druck in den laufenden Tarifverhandlungen. Betroffen sind laut Gewerkschaft rund 100.000 Beschäftigte in etwa 150 Verkehrsunternehmen. Gefordert werden kürzere Wochen- und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten und höhere Zuschläge, besonders für Nacht- und Wochenendarbeit. (nha)
Verwendete Quellen: dpa, AFP
































