Verheerende WaldbrändeCampingplätze evakuiert! 3.000 Menschen in Südfrankreich fliehen vor Feuer

Immer mehr Menschen müssen ihre Häuser und Unterkünfte verlassen.
Nach dem Ausbruch eines neuen Feuers in Sainte-Marie-la-Mer sind fast 3.000 Menschen evakuiert worden, teilte am Donnerstagabend die Feuerwehr mit. Ungefähr die Hälfte der Betroffenen wurde von Campingplätzen geholt, wo Dutzende Wohnmobile und auch 26 Bungalows durch die Flammen zerstört wurden.
Winde begünstigen die Flammen
Das neue Feuer brach nach Angaben der Behörden in der Nähe eines Campingplatzes im südlich von Narbonne gelegenen Sainte-Marie-la-Mer aus. „Das Feuer breitete sich angetrieben von starkem Wind rasend schnell aus“, sagte Bürgermeister Edmond Jorda am Donnerstagabend der Nachrichtenagentur AFP. „Es brennt noch immer.” Hunderte Einsatzkräfte kämpften nach Behördenangaben gegen die Flammen. Zwei Feuerwehrleute wurden dabei leicht verletzt.

Waldbrände in ganz Südfrankreich
Nördlich von Narbonne brannten bereits 900 Hektar Vegetation ab, das Feuer konnte zunächst nicht eingedämmt werden. „Wir wurden gestern Nachmittag evakuiert und konnten die Flammen von der Straße aus sehen“, sagte Béatrice Bourrel aus dem Ort Pouzols-Minervois. Das Dorf sei „schwarz vor Rauch“ gewesen.
Etwa 800 Feuerwehrleute, 150 Fahrzeuge und mehrere Löschflugzeuge waren im Einsatz. Die von der jüngsten Hitzewelle bereits ausgetrocknete Vegetation und starker Wind mit bis zu 60 Stundekilometern erschwerten die Löscharbeiten. Mehrere Straßen wurden gesperrt. Zudem wurden Notunterkünfte eingerichtet für Menschen, die ihre Häuser verlassen mussten.
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Nördlich der Hafenstadt Marseille brachen zwei weitere Waldbrände aus, die am Donnerstag unter Kontrolle gebracht wurden. In der Nähe von Rognac brannten 50 Hektar ab. In der Nähe von Lançon-Provence wurden 260 Hektar durch Flammen zerstört. Dort waren auch zwei Löschflugzeuge im Einsatz.
Etwa 600 Menschen, die die Nacht in Notunterkünften verbracht hatten, konnten am Donnerstag in ihre Häuser zurückkehren. Mehrere Züge zwischen Marseille, Bordeaux und Avignon wurden gestrichen. Drei Lagerhallen, mehrere Lastwagen und ein Haus wurden durch die Flammen beschädigt.
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Neue Hitzewelle lässt Schlimmes befürchten
Innenminister Laurent Nuñez rief zu erhöhter Wachsamkeit auf. „Die nächsten Tage werden kompliziert sein”, sagte er mit Blick auf die erwartete dritte Hitzewelle. Derzeit gilt in sechs Départements rund um das Mittelmeer die höchste Waldbrand-Warnstufe. Die Wälder im Département Aude dürfen nicht betreten werden. (ppe)
Verwendete Quellen: afp


