Dauercamper stehen vor dem NichtsGroßbrand auf Campingplatz in Niederkrüchten – Flammen zerstören das Zuhause von Bewohnern

Für viele Bewohner des Campingplatzes in Niederkrüchten ist er weit mehr als ein Urlaubsort – er ist ihr Zuhause. In der Nacht auf Mittwoch (03.06.) wurde dieses Zuhause für mehrere Dauercamper zerstört. Ein Feuer breitete sich rasend schnell über mehrere Stellplätze aus und ließ fünf Wohnwagen vollständig ausbrennen. Verletzt wurde niemand, aber der Schaden ist hoch.

Flammen breiten sich rasend schnell aus

Gegen halb fünf morgens bricht auf dem Stellplatz in Niederkrüchten ein Feuer aus. Die Flammen greifen schnell auf benachbarte Wohnwagen und Vorzelte über. Für Dauercamperin Nadine Wünsche beginnt ein Albtraum. Als sie die meterhohen Flammen direkt neben ihrem Vorzelt sieht, bleibt kaum Zeit zum Handeln. Zusammen mit ihrem Mann und ihren Hunden kann sie sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Nach eigenen Angaben wollte ihr Mann noch einmal zurück in den Wohnwagen, um wichtige Dinge zu holen. Wegen der enormen Hitze hielt sie ihn jedoch davon ab. Innerhalb kürzester Zeit steht ein großer Teil des Platzes in Flammen.

Nachbarn helfen in der Not

Silke Henssen wohnt direkt gegenüber. Sie wird durch die aufgeregte Nachbarin geweckt. Nadine Wünsche kommt mit ihren Hunden auf dem Arm zu ihr gelaufen und bittet um Hilfe. Während sich die Bewohner in Sicherheit bringen, versucht Henssen noch, ihr eigenes Grundstück zu schützen. Mit einem Wasserschlauch macht sie den Bereich rund um ihren Stellplatz nass, damit die Flammen nicht auch dort übergreifen. Eine Überwachungskamera an ihrem Hauseingang zeichnet die dramatischen Szenen zunächst auf. Erst die enorme Hitze setzt die Technik außer Betrieb.

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Fünf Wohnwagen komplett zerstört

Die Feuerwehr rückt mit rund 70 Einsatzkräften an. Gegen sieben Uhr morgens gelingt es den Einsatzkräften, den Brand vollständig zu löschen. Insgesamt werden fünf Wohnwagen vollständig zerstört. Nadine Wünsche wird vorsorglich mit Verdacht auf eine Rauchvergiftung in ein Krankenhaus gebracht, kann dieses aber wenige Stunden später wieder verlassen.

Polizei vermutet technischen Defekt

Die Ermittlungen zur Brandursache laufen noch. Nach ersten Erkenntnissen geht die Polizei von einem technischen Defekt an einem Wohnwagen aus. Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, müsste die Versicherung des betroffenen Wohnwagenbesitzers für die entstandenen Schäden aufkommen. Für Nadine Wünsche ist das jedoch nur ein schwacher Trost. Nach eigenen Schätzungen liegt der Schaden zwischen 50.000 und 80.000 Euro. Über mehrere Jahre hatten sie und ihr Mann sich ihr Zuhause auf dem Campingplatz aufgebaut. Nun stehen sie vor dem Nichts. Für die kommenden Tage kommen die beiden gemeinsam mit ihren Hunden zunächst bei Freunden unter.