Vor der Insel Anholt liegt ein BuckelwalWal vor dänischer Küste: Es ist vermutlich Timmy!

Traurige Gewissheit?
Vor der Küste der dänischen Insel Anholt treibt ein toter Wal im Meer. Nach Informationen von dänischen Behörden handelt es sich höchstwahrscheinlich um Timmy! Eine Gewebeprobe soll nun Klarheit bringen.

Das sagt die dänische Naturschutzbehörde

Vor der dänischen Insel Anholt ist ein toter Wal entdeckt worden. Das Tier liege etwa 75 Meter vor der Küste und sei vermutlich bereits seit einiger Zeit tot, berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau unter Berufung auf die Umweltbehörde Miljøstyrelsen. Es könnte sich dabei um Buckelwal Timmy handeln, der vor einigen Wochen an der deutschen Nordküste strandete und großes Medieninteresse weckte.

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Timmy bewegt sich! Helfer ziehen mit Gurten den gestrandeten Buckelwal vor der Insel Poel zu einem Transportschiff. Der vor über drei Wochen bei Wismar gestrandete Buckelwal liegt weiterhin im Flachwasser fest. Eine private Initiative versucht seit Tagen, den Wal zu retten.
Eine private Initiative brachte den Wal in die Nordsee.
Jens Büttner/dpa

Dies erklärt Morten Abildstrøm von der dänischen Naturschutzbehörde in Anholt gegenüber dem dänischen Nachrichtenportal DR: „Sowohl die deutschen als auch die dänischen Forscher, mit denen ich gesprochen habe, glauben, dass es sich höchstwahrscheinlich um den Buckelwal Timmy handelt“, sagt Morten Abildstrøm, der heute versuchen wird, eine Gewebeprobe des Wals zu entnehmen, um die Theorie zu bestätigen oder zu widerlegen. „Die Probe wird dann zur weiteren Untersuchung eingeschickt“, sagt er gegenüber dem dänischen Medium.

Im Video: Timmy-Tierärztin zu Tränen gerührt

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Drama um Walrettung

Der vor der deutschen Küste gestrandete Wal hatte wochenlang Schlagzeilen gemacht. Das bislang letzte Kapitel der Saga war ein tagelanger Transport einer privaten Rettungsinitiative in die Nordsee. Wie genau dieser endete, war aber bis zuletzt unklar.

Auch rund zwei Wochen nach dem Aussetzen gibt es bislang keine bekannten Daten dazu, wo das Tier ist. Ein GPS-Sender liefere weiterhin keinerlei Signale zur Ortung, hieß es jüngst von der Privatinitiative zum Transport des Wals. Es gebe überhaupt keine Daten mehr. Experten von Tierschutzorganisationen hatten die langfristigen Überlebenschancen des Wals übereinstimmend als sehr gering eingeschätzt.

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Gewebeprobe soll entnommen werden 

Fotos oder Videos vom Freisetzen existieren nach Aussage der Initiative nicht. Unklar blieb auch, in welchem Zustand das geschwächte und vom Hin und Her im Kahn verletzte Tier zu diesem Zeitpunkt war.  Im Laufe des Tages soll laut dänischen Medien eine Gewebeprobe von dem toten Tier entnommen werden. Den Angaben nach wird darauf gewartet, dass Niedrigwasser dies zulässt.

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Um festzustellen, ob es sich bei dem in Dänemark gefundenen Kadaver um Timmy handelt, könnten theoretisch auch Fotos helfen: Nach Angaben der Initiative wurde ein Foto von der Fluke – der großen Schwanzflosse des Tieres - gemacht, das als Foto-ID in entsprechende Datenbanken einfließen soll. Auch für diese Information gab es allerdings keine Bestätigung durch unabhängige Quellen. Neben einem Foto von der Fluken-Unterseite können der Tierschutzorganisation WDC zufolge auch auffällige Merkmale wie ein Narbenmuster auf der Haut zur Wiedererkennung eines Wals dienen. Der Poeler Wal gehöre zur Population der nordatlantischen Buckelwale. „Jedes Forschungsteam, das mit dieser Population arbeitet, fotografiert die Individuen”, hieß es. Über die Jahre seien tausende ID-Fotos zusammengetragen worden. (anr)

Verwendete Quellen: dpa, DR