Frau rettet vermeintlich ErtrinkendenSie sprang ins Meer, um ihn zu retten – doch der Mann wird wegen Doppelmords gesucht

Ellis und seine entfremdete Frau Stacie E. Mason (49) waren seit 13 Jahren verheiratet, standen aber zum Tatzeitpunkt kurz vor einer Scheidung.
Ellis und seine Frau Stacie E. Mason (49) waren seit 13 Jahren verheiratet, standen aber zum Tatzeitpunkt kurz vor einer Scheidung.
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von Martina Lewinski

Drama am Strand von Vero Beach!
Belinda wollte nur helfen – doch der Mann, den sie heldenhaft aus den Wellen zog, soll kurz zuvor seine Frau und deren Liebhaber erschossen haben.

Rettung am Strand

Was als mutiger Rettungseinsatz begann, entpuppte sich als Teil einer tragischen Kriminalgeschichte. Am 24. März spazierte Belinda morgens am Strand von Vero Beach in Florida, als sie Hilferufe hörte. „Ich hörte ein leises ‚Hilfe! Hilfe!‘ und sah jemanden, der offensichtlich in Not war“, sagte sie dem US-Sender WPBF.

Jesse Ellis (64) soll seine Ehefrau und deren Liebhaber in Florida mutmaßlich erschossen und getötet haben.
Jesse Ellis (64) soll seine Ehefrau und deren Liebhaber in Florida mutmaßlich erschossen und getötet haben.
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Ohne zu zögern, rannte sie ins Meer. Der Mann – vollständig bekleidet – trieb bereits weit draußen. Belinda wies ihn an, sich auf den Rücken zu legen und sich von den Wellen Richtung Ufer treiben zu lassen. Schließlich schafften es beide sicher zurück an Land.

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„Ich konnte ihn nicht dort zurücklassen“

Am Strand kümmerte sich Belinda um den völlig erschöpften Mann. „Ich fragte: ‚Geht es Ihnen gut?‘ – und er sagte nur, er werde nie wieder so weit hinausschwimmen“, erinnert sie sich. Der Mann habe angekündigt, sich „einen langen Urlaub“ zu gönnen.

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Zu diesem Zeitpunkt hatte Belinda keine Ahnung, dass der 64-Jährige kurz zuvor mutmaßlich zwei Menschen getötet haben soll – darunter seine eigene, entfremdete Ehefrau.

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Polizeifahndung nach Jesse Scott Ellis

Wie sich später herausstellte, handelt es sich bei dem Geretteten um Jesse Scott Ellis. Laut Polizei wird er dringend verdächtigt, am selben Morgen seine Frau Stacie Mason (49) und ihren Kollegen Danny Ooley (56) erschossen zu haben.

Beide arbeiteten beim Indian River County im Bereich öffentliche Arbeiten und sollen seit Wochen eine Affäre gehabt haben.

Nach Erkenntnissen der Ermittler lauerte Ellis seiner Frau und ihrem Kollegen offenbar vor der Bibliothek von Indian River County auf. Dort trafen sich die beiden in Ooleys Wagen – ein Treffen, das sie Berichten zufolge schon öfter verabredet hatten. Plötzlich soll Ellis mit einem Gewehr das Feuer eröffnet und insgesamt 21 Schüsse abgegeben haben. Anschließend floh er in einem grauen Ford vom Tatort

Pure Verzweiflung

Ellis’ Wagen wurde später am South Beach Park in Vero Beach gefunden – unweit der Stelle, wo Belinda den Mann aus den Wellen zog. Darin entdeckte die Polizei nasse Kleidung, ein leeres Magazin und mehrere handschriftliche Dokumente, die laut Polizeichef David Currey klare Suizidabsichten belegten.

„In einem stand schlicht: ‚Tut mir leid, Leute‘“, erläuterte Currey. Weitere Notizen ähnelten einem Abschiedsbrief oder Tagebuch, in dem Ellis seine tiefen Sorgen festhielt – inklusive Kontodaten für seine Kinder. Alles deutet darauf hin, dass er nach der Tat bewusst Selbstmord durch Ertrinken plante.

Der Polizeichef bezeichnete die Tat als „gezielten Angriff“ und „Verbrechen aus Leidenschaft“. Ellis habe um die neue Beziehung seiner Frau gewusst und die Tat offenbar geplant. „Er war wütend, dass sie sich mit einem anderen Mann traf, und konnte das nicht akzeptieren“, sagte Currey.

Das Ehepaar sei seit 13 Jahren getrennt gewesen, ihr Haus stand kurz vor dem Verkauf.

Verdächtiger weiterhin flüchtig

Jesse Scott Ellis wird noch immer wegen mutmaßlichen Mordes gesucht. Belinda, die ihn unwissentlich rettete, sagte rückblickend: „Ich konnte ihn einfach nicht im Wasser zurücklassen. Jeder hat mal seine Probleme.“

Hier findet ihr Hilfe in schwierigen Situationen

Solltet ihr selbst von Suizidgedanken betroffen sein, sucht euch bitte umgehend Hilfe. Versucht, mit anderen Menschen darüber zu sprechen! Das können Freunde oder Verwandte sein. Es gibt aber auch die Möglichkeit, anonym mit anderen Menschen über Ihre Gedanken zu sprechen. Das geht telefonisch, im Chat, per Mail oder persönlich. Wenn ihr schnell Hilfe braucht, dann findet ihr unter der kostenlosen Telefon-Hotline 0800-1110111 oder 0800-1110222 Menschen, die euch Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.

Verwendete Quellen: Daily Mail