Sie wollten zum OktoberfestReisebus auf A96 umgekippt – zwei Tote und über 25 Verletzte

von Jacqueline Vetten und Yannick Seeber

Schock am Sonntagmorgen!
Auf der Autobahn 96 bei Buchloe im Ostallgäu ist ein Reisebus umgekippt, zwei Menschen sind dabei ums Leben gekommen. Eine weitere Person schwebt noch in Lebensgefahr. Die Reisegruppe war auf dem Weg zum Oktoberfest.

Tödlicher Busunfall im Allgäu! Eine Person schwebt noch in Lebensgefahr

Der tödliche Unfall ereignete sich demnach am frühen Morgen um kurz nach 6 Uhr auf der A96 bei Buchloe-Ost. Der Reisebus sei in der Nähe von Buchloe im Ostallgäu ohne Beteiligung eines weiteren Fahrzeugs nach rechts von der Fahrbahn abgekommen, eine Böschung herunter und umgekippt, teilte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord RTL am Sonntag mit. Der Bus blieb anschließend in einer Mulde liegen.

Eine Person sei vor Ort gestorben, eine weitere kurz darauf im Krankenhaus. Sechs Menschen kamen demnach sofort mit Rettungshubschraubern in Krankenhäuser, einer davon schwebte in Lebensgefahr. Zwei weitere wurden mit Rettungswagen in Kliniken gebracht. In einer Sammelstelle wurden 22 weitere Personen versorgt, davon wurden mehrere dann ebenfalls noch in Krankenhäuser gebracht. Genauere Angaben zur Identität der Opfer und der Schwere der jeweiligen Verletzungen waren zunächst nicht bekannt.

Schwerer Busunfall auf der A96 - Tote und Verletzte
Bei dem schlimmen Unfall sind zwei Menschen gestorben.
Karl-Josef Hildenbrand/dpa, Karl-Josef Hildenbrand

Wie es zu dem schrecklichen Unfall kam, ist noch Gegenstand der Ermittlungen. „Die Staatsanwaltschaft hat ein unfallanalytisches Gutachten in Auftrag gegeben zur Klärung der Unfallursache, das ist viel zu früh, um sich zu äußern”, so eine Polizeisprecherin.

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Schwerer Busunfall auf der A96 - Tote und Verletzte
Der Reisebus ist umgekippt und liegt in einer Mulde.
Karl-Josef Hildenbrand/dpa, Karl-Josef Hildenbrand

Die Reisegruppe wollte zum Oktoberfest nach München

Den Erkenntnissen zufolge war der Bus von Mailand nach München unterwegs, wo derzeit das Oktoberfest stattfindet. Auch RTL bekommt bestätigt: Ja, die Reisegruppe war zur Wiesn unterwegs! Zuvor hatte die gewählte Route für Rätsel gesorgt.

Zunächst hieß es, der Bus sei von Zürich nach Mailand unterwegs. „Es ist natürlich erstmal ein großes Durcheinander, und die Faktenfindung gestaltet sich schwierig”, erläuterte eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord den Grund für die anfängliche Fehlinformation.

Schwerer Busunfall auf der A96 - Tote und Verletzte
Rettungsdienste und Feuerwehr stehen in der Nähe der Unfallstelle bei Buchloe-Ost, wo der Reisebus auf der A96 umgekippt ist.
Karl-Josef Hildenbrand/dpa, Karl-Josef Hildenbrand

Inzwischen sei auch klar, dass nicht ganz so viele Menschen in dem Bus saßen wie zunächst angenommen. Rund 35 Passagiere waren an Bord, „die ganz gesicherte Zahl müssen wir noch eruieren”, hieß es.

Die Angehörigen der Reisegruppe hätten die philippinische Staatsangehörigkeit. Sie wurden von zwei Busfahrern begleitet, die unverletzt blieben. Der Fahrer, der zum Zeitpunkt des Unfalls am Steuer saß, hatte die italienische Staatsangehörigkeit.

Bis alle Fakten final geklärt sind, wird es noch etwas dauern. „Jetzt steht die Rettung im Vordergrund, die Versorgung der Personen, die da verunglückt sind”, betonte die Sprecherin am Vormittag. Für die Bergungsarbeiten wurde die Autobahn in beide Richtungen voll gesperrt. Ein Großaufgebot von rund 130 Rettungskräften der Feuerwehr, 130 Sanitätern und etwa 20 Polizisten war im Einsatz.

Die schwäbische Stadt Buchloe im Ostallgäu liegt direkt an der Bundesautobahn 96 zwischen München und Memmingen.

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Immer wieder schlimme Unfälle mit Reisebussen

Unfälle mit Reisebussen sind immer wieder besonders dramatisch: Erst kürzlich starben fünf Menschen bei einem Unfall eines niederländischen Busses in der Schweiz. Drei weitere wurden schwer, sieben mittelschwer und 30 leicht verletzt, wie die Kantonspolizei Graubünden am 10. September berichtete. Der Bus prallte gegen eine Leitplanke und kam dann rechts von der Straße ab. Er kippte um und blieb auf der Seite liegen. Die Unfallstelle befand sich an der Ausfahrt einer etwa 200 Meter langen Baustelle.

Bei einem Unfall auf der A3 bei Wörth an der Donau (Landkreis Regensburg) wurden am 6. September 30 Menschen verletzt - 15 von ihnen saßen in einem Reisebus, sie erlitten leichte Verletzungen. Ein Wagen war laut Polizeiangaben auf den Reisebus und ein weiteres Fahrzeug in stockendem Verkehr aufgefahren.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, dpa, afp