Zwei Jahre nach tödlichem UnfallProzess um Crash auf A9: Flixbusfahrer räumt Fehler ein – „würde die Zeit gerne zurückdrehen”

„Es tut ihm unendlich leid, was passiert ist.”
Das sagt der Anwalt des Busfahrers, der am Freitag (13. März) vor dem Amtsgericht Eilenburg angeklagt ist. Vier Menschen sterben, als es vor knapp zwei Jahren zu dem verheerenden Crash auf der A9 bei Leipzig kommt. Der Flixbus gerät ins Schleudern, fährt eine Böschung hinunter und kippt um. Vor Gericht legt der Fahrer ein Geständnis ab und räumt Fehler ein.
Flixbusfahrer gibt folgenschweren Fehler zu
Die Staatsanwaltschaft wirft dem 64-Jährigen vor, den Unfall fahrlässig verursacht zu haben. Der Sachverhalt, so wie er von der Staatsanwaltschaft in der Anklage dargestellt wird, sei „vollumfänglich zutreffend“, sagte Peter Pospisil, Anwalt des Busfahrers.

„Es tut ihm unendlich leid, was passiert ist. Er würde die Zeit gerne zurückdrehen, er kann es nicht“, erklärt der Anwalt für den aus Tschechien stammenden Busfahrer. Sein Mandant sei kein Risikofahrer gewesen. Übermüdung, Alkohol oder Drogen hätten keine Rolle gespielt. „Es handelt sich um ein einmaliges fahrlässiges Fehlverhalten“, sagte Pospisil.
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Nach tödlichem Flixbus-Unfall – Anklage wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung
Der Fernbus sollte am 27. März 2024 von Berlin nach Zürich fahren. Bei fast 100 km/h geriet der Bus nördlich von Leipzig ins Schleudern, fuhr eine knapp zwei Meter hohe Böschung hinab und kippte auf die rechte Seite. Vier Frauen starben in dem Flixbus. 46 weitere Fahrgäste wurden zum Teil schwer verletzt.
Die Staatsanwaltschaft hat den Busfahrer vor dem Amtsgericht Eilenburg wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung angeklagt. Wegen eines größeren Saales wird jedoch im Landgericht Leipzig verhandelt. Für den Prozess ist nur ein Verhandlungstag angesetzt.
Verwendete Quellen: spl/dpa
































