Tierpflegerin in Schulter gebissen„Der Schock sitzt noch tief“ – so geht es der verletzten Tierpflegerin nach der Tigerattacke in Delbrück

Tiger „Dicker“ hat sie schwer verletzt!
Am Montag kommt es im Tierpark Nadermann in Delbrück (NRW) zu einem dramatischen Zwischenfall: Als eine Tierpflegerin (33) das Tigergehege säubert, wird sie plötzlich von einem der Tiere angefallen. Nun meldet sich der Tierpark und will mit Gerüchten aufräumen.
„Die Bisse haben Fleischwunden hinterlassen, der Schock sitzt noch tief”
Nur wenige Stunden nach der Attacke erklärt Tierpark-Leiter Christof Nadermann im RTL-Interview, wie es zu dem Vorfall kommen konnte: Obwohl die 33-Jährige „erfahren“ und „extrem zuverlässig“ sei, übersah sie beim Reinigen die nicht geschlossene Zwischentür zum Innenraum. Diesen unaufmerksamen Moment nutzt der fünfjährige Tiger namens Dicker, um die Pflegerin anzugreifen. Voller Angst schreit die Frau um Hilfe, wird von dem wilden Tier an der Schulter und der Hand verletzt. Nur wenige Sekunden später eilen mehrere Pfleger herbei, verjagen den Tiger mit „lautem Geschrei“, erzählt der Leiter. „Die Reaktion unsererseits war, denke ich, lebensrettend.“ Schwer verletzt wird sie ins Krankenhaus gebracht.
Nun gibt der privat geführte Zoo ein Gesundheitsupdate: „Die Bisse haben Fleischwunden hinterlassen, der Schock sitzt noch tief – aber sie befindet sich auf dem Weg der Besserung“, heißt es bei Facebook. Das gesamte Team wünscht der 33-Jährigen weiterhin gute Besserung.
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Doch auch wenn es der Tierpflegerin schon deutlich besser geht, gibt es seit der Attacke für den Tierpark Nadermann viel Kritik. Laut der Tierschutzorganisation Peta habe sich ein solcher Vorfall angebahnt, denn die Tiere, vor allem die Raubkatzen, seien verhaltensgestört. Sie würden in zu kleinen Gehegen leben. Allein deswegen hat die Organisation bereits im Dezember 2024 Strafanzeige gegen den Park gestellt.
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Andere fordern offenbar, dass Tiger „Dicker“ nach der Attacke getötet wird, wie der Tierpark anklingen lässt. Doch der Zoo macht klar: „Es stand niemals und steht nicht zur Debatte den Tiger einzuschläfern.“ Stattdessen befindet sich „Dicker“ seit Dienstag wieder „in seinem gewohnten Außengehege“. Die Polizei teilte zuletzt mit, dass der Arbeitsschutz eingeschaltet worden sei, um zu prüfen, wie es zu dem Unfall kommen konnte. (jow)
































