Das Grauen im Tiger-GehegeObduktionsergebnisse enthüllen: Daran starb William Chapman (23)

Was musste er in seinen letzten Augenblicken durchleiden?
Vor den Augen entsetzter Zoobesucher wird William Chapman (23) in einem englischen Wildpark von einem Tiger angegriffen und getötet. Jetzt, nur wenige Tage nach der schrecklichen Tragödie, werden bei einer gerichtlichen Untersuchung die vorläufigen Obduktionsergebnisse bekannt – und damit die mutmaßliche Todesursache. Doch es kommen noch mehr erschütternde Details zum Vorfall ans Licht ...
Nach tragischem Tod von William Chapman – Obduktion enthüllt Todesursache nach Tigerattacke
Fünf Tage nach der tödlichen Tigerattacke auf William Chapman (23) im Yorkshire Wildlife Park bei Doncaster (England) kommen jetzt neue, erschütternde Einzelheiten ans Licht. Wie die britische Zeitung The Sun berichtet, werden bei einer gerichtlichen Anhörung am Donnerstag (15. Oktober) erstmals die vorläufigen Obduktionsergebnisse bekannt gegeben.
Demnach erlitt William bei dem Angriff des rund 190 Kilogramm schweren Amurtigers Altai mehrere schwere Verletzungen. Die zuständige Gerichtsmedizinerin Caitlin Brookes schildert die Todesumstände laut The Sun mit deutlichen Worten: „Er wurde von dem Tiger angegriffen, und der darauffolgende physische Kontakt zwischen dem Tiger und Herrn Chapman führte dazu, dass er mehrere traumatische Verletzungen erlitt, die rasch zu seinem Tod führten.“
Als vorläufige Todesursache werden demnach multiple traumatische Verletzungen durch den Kontakt mit einem Tier angegeben.
Doch das ist längst nicht alles, was bei der Anhörung bekannt wird.
Tiger-Opfer William Chapman hatte Schizophrenie – Familie äußert Bedenken
Bei der gerichtlichen Anhörung werden auch neue Einzelheiten über Williams psychische Gesundheit bekannt. Bereits zuvor hatte seine Familie öffentlich gemacht, dass der junge Mann „über mehrere Jahre hinweg an einer schweren psychischen Erkrankung” litt, wie die Daily Mail unter Berufung auf die Polizei berichtet. Deswegen habe William „starke Medikamente verschrieben” bekommen. Nun wird erstmals offiziell die genaue Diagnose genannt.
Laut The Sun bestätigt die Familie gegenüber den Ermittlern, dass bei William Schizophrenie diagnostiziert worden war. Zudem habe er in der Vergangenheit bereits psychotische Episoden erlebt. Zum Zeitpunkt seines Todes wurde er von psychiatrischen Diensten in Doncaster betreut. Trotz seiner Erkrankung galt er demnach als weitgehend selbstständig und benötigte keine Unterstützung bei der Bewältigung seines Alltags.
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Doch nun werfen seine Angehörigen Fragen zu genau dieser Betreuung auf. Bei der Anhörung heißt es laut The Sun: „Seine Familie hat eine Reihe von Bedenken hinsichtlich seines Kontakts mit psychiatrischen Diensten im Vorfeld seines Todes geäußert.“ Die leitende Gerichtsmedizinerin Nicola Mundy erklärt dabei, dass der zuständige NHS-Träger inzwischen eine Untersuchung eingeleitet habe.
Ob Williams Erkrankung bei seinem Verhalten im Wildpark eine Rolle spielte, ist bislang nicht geklärt.
Hier findet ihr Hilfe in schwierigen Situationen

Solltet ihr selbst von Suizidgedanken betroffen sein, sucht euch bitte umgehend Hilfe. Versucht, mit anderen Menschen darüber zu sprechen! Das können Freunde oder Verwandte sein. Es gibt aber auch die Möglichkeit, anonym mit anderen Menschen über eure Gedanken zu sprechen. Das geht telefonisch, im Chat, per Mail oder persönlich.
Wenn ihr schnell Hilfe braucht, dann findet ihr unter der kostenlosen Telefon-Hotline 0800 – 1110111 oder 0800 – 1110222 Menschen, die euch Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen können.
William Chapman überwindet zwei Zäune – dann kommt es zur Katastrophe
Was in den Minuten vor der tödlichen Attacke geschah, beschäftigt die Ermittler weiterhin. Am Samstag (10. Oktober) besucht William den Yorkshire Wildlife Park. Wie bei der gerichtlichen Anhörung laut The Sun bekannt wird, überwindet er zunächst zwei Zäune, bevor er in das Gehege des Tigers gelangt.
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Augenzeugen müssen anschließend mitansehen, wie sich der junge Mann der Raubkatze nähert. Besucher versuchten noch, den Tiger durch Zurufe abzulenken. Doch vergebens: Die Raubkatze setzt zum tödlichen Angriff an.

Laut The Sun geben Mitarbeiter des Wildparks Warnschüsse ab, um den Tiger zu verscheuchen. Schließlich zieht sich Altai in einen Unterschlupf zurück. Doch für William kommt jede Hilfe zu spät. Trotz aller Bemühungen der Rettungskräfte stirbt der junge Mann noch am Unglücksort.
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Familie von William Chapman hofft auf Antworten nach der Tragödie
Für Williams Angehörige ist der Verlust kaum zu begreifen. Bereits kurz nach seinem Tod hatten sie in einer emotionalen Erklärung an den jungen Mann erinnert. „William war ein aufgeweckter, herzlicher und sympathischer junger Mann, den seine Familie sehr liebte – und William liebte sie auch“, erklärten sie laut The Sun.
Besonders belastend ist für die Angehörigen, dass im Internet Aufnahmen von Williams letzten Augenblicken verbreitet werden. Schon zuvor hatten sie deshalb eindringlich darum gebeten, die verstörenden Videos nicht weiterzuverbreiten, wie die Daily Mail berichtet.
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Nun sollen weitere Untersuchungen helfen, die Hintergründe seines Todes aufzuklären. Die leitende Gerichtsmedizinerin Nicola Mundy hat unter anderem gebeten, zu prüfen, ob William den Wildpark bereits früher besucht hatte. Auch mögliche Aufnahmen von Überwachungskameras sollen gesichert werden.
Die vollständige gerichtliche Untersuchung ist für den 18. März 2027 angesetzt. Bis dahin bleibt die wohl drängendste Frage unbeantwortet: Warum begab sich William an jenem Samstag in das Gehege eines Tigers – und hätte sein Tod möglicherweise verhindert werden können?
Verwendete Quellen: Daily Mail, The Sun, Facebook/Polizei von South Yorkshire


