Angehörige wenden sich an die ÖffentlichkeitWilliam Chapman von Tiger getötet – Familie enthüllt Erkrankung

Sein Tod erschüttert die Welt!
Der ehemalige Kinderschauspieler William Chapman klettert in einem englischen Wildpark in ein Tigergehege und wird von dem Raubtier getötet. Jetzt spricht seine Familie erstmals über seine schwere psychische Erkrankung. Und richtet einen bewegenden Appell an die Öffentlichkeit.
William Chapman: Familie spricht über schwere psychische Erkrankung
Nach dem tragischen Tod von William Chapman im Yorkshire Wildlife Park nahe Doncaster (England) meldet sich seine Familie mit einer emotionalen Erklärung zu Wort. Der ehemalige Kinderschauspieler war am Samstag (10. Oktober) in ein Tigergehege geklettert und von dem Raubtier getötet worden. Nun machen seine Angehörigen öffentlich, dass William bereits seit Jahren unter erheblichen psychischen Problemen litt.
„William litt über mehrere Jahre hinweg an einer schweren psychischen Erkrankung und bekam deshalb starke Medikamente verschrieben“, erklärt seine Familie laut Daily Mail in einer Stellungnahme, die am Dienstag (13. Oktober) über die Polizei veröffentlicht wurde.
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Welche Erkrankung genau vorlag, verraten die Angehörigen nicht. Auch ob sie eine Rolle bei seinem Tod spielte, ist bislang unklar. Die Familie betont, dass dies durch die gerichtsmedizinische Untersuchung geklärt werden müsse. Zugleich bittet sie darum, diese Untersuchung zu respektieren.
Angehörige bitten darum, Videos der Tigerattacke nicht zu verbreiten
Neben der Trauer belastet die Familie noch etwas anderes: Im Internet kursieren Videos, die Williams letzte Augenblicke und den Angriff des Tigers zeigen. Die Angehörigen kritisieren die Verbreitung der Aufnahmen scharf. Sie erklären, dass die Veröffentlichung der verstörenden Bilder ihnen in einer ohnehin extrem schweren Zeit zusätzliches Leid zufüge. Deshalb bitten sie die Menschen ausdrücklich, die Videos nicht weiterzuverbreiten.
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Wie groß der Schmerz ist, machen sie in ihrer Stellungnahme deutlich: „Die Familie ist völlig am Boden zerstört und versucht, das Geschehene zu begreifen.“ Gleichzeitig erinnern sie an William als einen Menschen, der ihnen viel bedeutete. Er sei ein kluger, warmherziger und offener junger Mann gewesen, den seine Familie über alles geliebt habe. Und auch William habe seine Angehörigen sehr geliebt.
William Chapman spielte schon als Kind mit „Harry Potter“-Star
Was viele zunächst nicht wussten: William Chapman hatte bereits als kleiner Junge vor der Kamera gestanden. Wie die Daily Mail berichtet, besuchte er schon mit vier Jahren die Jackie Palmer Stage School im englischen High Wycombe. 2009 spielte er in der zweiteiligen ITV-Komödie „May Contain Nuts“ den Jungen Alfie Chaplin. Mit dabei war auch Schauspielerin Shirley Henderson, bekannt als Maulende Myrte aus den „Harry Potter“-Filmen.
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Seine Mutter hatte bereits 2014 in einem Blog über Williams Begeisterung für die Schauspielerei geschrieben. Ihr Sohn liebe die Schauspielerei und das Theater, erklärte sie damals. William wirkte außerdem in der BBC-Reihe „True Stories“ mit, spielte in der ITV-Serie „Breathless“ und stand für den Fantasyfilm „Pan“ als Komparse vor der Kamera. Dabei traf er sogar Hollywoodstar Hugh Jackman.
Zeugin fotografiert William kurz vor der tödlichen Tigerattacke
Am Samstag (10. Oktober) besucht William den Yorkshire Wildlife Park. Augenzeugen berichten, dass er mit Kopfhörern über einen Weg oberhalb des Tigergeheges läuft und dabei ausgelassen tanzt.K urz vor der Attacke bittet er eine Besucherin namens Del Taylor, ein Foto von ihm mit dem Tiger im Hintergrund zu machen. Die Frau kommt seiner Bitte nach. Wenig später klettert William über die Absperrung und springt mehrere Meter tief in das Gehege. Dort nähert er sich dem sibirischen Tiger Altai. Das Raubtier greift ihn an und verletzt ihn tödlich. Trotz des Einsatzes von Rettungskräften kann der junge Mann nicht mehr gerettet werden.
Familie von William Chapman hofft auf Antworten
Warum William in das Gehege kletterte, ist weiterhin unklar. Die Stadt Doncaster hat als zuständige Genehmigungsbehörde inzwischen eine Untersuchung zur Sicherheit im Wildpark eingeleitet. Dabei arbeitet sie unter anderem mit der Polizei und weiteren Behörden zusammen.
Für den Tiger Altai hat der Vorfall keine tödlichen Konsequenzen. Der Yorkshire Wildlife Park bestätigt, dass das Tier nicht eingeschläfert wird. Williams Angehörige hoffen unterdessen, dass die Ermittlungen ihnen irgendwann Antworten liefern. Sie wünschen sich, dass die Behörden alles daransetzen, herauszufinden, warum ihr geliebter Sohn getan hat, was er getan hat. (anr)
Verwendete Quelle: Daily Mail


