Spektakulärer Raub sorgte für SchlagzeilenKomplize von Millionendiebin Mirnesa vor Gericht – wer von beiden lügt?
Ihr Foto ging um die halbe Welt.
Im Oktober 2022 klaut Mirnesa S. bei einer Sicherheitsfirma eine Million Euro Bargeld – angeblich hat ihr damaliger Freund Robert S. sie dazu überredet. Mirnesa hat ihre Strafe bereits abgesessen und sagt nun als Zeugin gegen den Komplizen aus.
Prozess am Landgericht Stuttgart: Robert S. soll Millionenraub geplant haben
Fast drei Jahre lang hat sich Robert S. ein schönes Leben gemacht. Seit Dienstag muss er sich vor dem Landgericht Stuttgart verantworten. Der 32-Jährige soll den spektakulären Millionenraub laut Anklage geplant haben.
„Mir geht es gar nicht gut”, sagt Mirnesa S. vor Prozessbeginn zu RTL. „Weil alles wieder hochkommt.” Robert S. habe ihr „Leben zerstört”, sie habe „einen richtigen Hass gegen ihn”.

Mirnesa S. klaute bei Geldtransporterfirma 1,25 Millionen Euro Bargeld
Rückblick: Zwei Wochen vor der Tat lernt Mirnesa, Mitarbeiterin einer Geldtransporterfirma, den damals 28-jährigen Robert S. kennen. Sie habe sich schlagartig in ihn verliebt, erzählt Mirnesa RTL. Schon früh habe er die Idee gehabt, sie solle Geld klauen, damit sich beide ein schönes Leben machen können.
Mirnesa lässt bei der Firma Bargeld in Höhe von 1,25 Millionen Euro mitgehen und flieht mit Robert S. nach Serbien. Dort habe er ihr 20.000 Euro von der Beute gegeben, behauptet die Mirnesa S.
„Irgendwann habe ich mal gefragt, wo das Geld sei”, erzählt sie RTL in einem früheren Interview. „Die Antwort war: Es ist gut versteckt, an einem sicheren Ort – ich müsse mir keine Sorgen machen.”
Danach soll sich Mirnesas Liebhaber schlagartig verändert und ihr sogar gedroht haben. Die Millionendiebin bekommt es mit der Angst zu tun, flieht und stellt sich im Januar 2023 am Stuttgarter Flughafen den Behörden. Sie wird festgenommen und zu einer Haftstrafe verurteilt. Nur: Wo ist die Beute?
Video-Tipp: Mirnesa S. stellt sich am Flughafen der Polizei
Interview bringt Millionendiebin Mirnesa S. in Erklärungsnot
Im Gerichtssaal wird ein Interview von Mirnesa mit einem bosnischen Reporter gezeigt. In dem Gespräch gibt sie zu, dass sie derzeit vom geklauten Geld lebt und nicht verrät, wo es versteckt ist. Und sie sagt, dass Teile ihrer Version gelogen sind. Auf Nachfrage der Richterin hat Mirnesa S. eine passende Erklärung parat: Sie habe mit dem Reporter zuvor alles abgesprochen, um eine Show zu machen.
Robert S. macht im Prozess Angaben zur Person und zur Sache. Alles, was Mirnesa über die Tat gesagt habe, sei erfunden und gelogen, behauptet er. Eine Liebesbeziehung habe es nie gegeben.
Das Gericht muss nun herausfinden, wer die Wahrheit sagt. Für den Prozess sind zwei weitere Verhandlungstage angesetzt.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherchen






























































