Einbruch in Tresor Mehr als 100 Millionen Euro Beute! Führen die Sparkassen-Einbrecher jetzt ein Leben im Luxus?

Ihr Sparkassen-Coup ist wie ein Hollywood-Film.
Nach dem spektakulären Bankeinbruch in den Tresorraum der Sparkasse Gelsenkirchen gehen die Ermittler einer „Flut“ an Hinweisen nach. Eine heiße Spur gibt es den Angaben zufolge aber nicht. Allerdings gibt es nun neue Details zur Beute.
100 statt 30 Millionen Euro Beute – so heftig schlugen die Einbrecher zu
Den Einbruch hatten Einsatzkräfte am frühen Montagmorgen infolge eines Alarms der Brandmeldeanlage entdeckt. Bei dem Einbruch hatten die Täter fast alle 3.250 Kundenschließfächer der Sparkassen-Filiale im Gelsenkirchener Stadtteil Buer aufgebrochen.
Die Beute wurde zunächst grob mit der Versicherungssumme in Höhe von rund 30 Millionen Euro angegeben. Nun ist jedoch klar: Die Einbrecher schlugen noch heftiger zu! Wie die Bild berichtet, soll der Wert der Beute die Summe von 100 Millionen Euro übersteigen. Offiziell bestätigt wurde die Zahl noch nicht.
Doch schon vorher teilte die Polizei mit, dass die Einbrecher deutlich mehr als 30 Millionen Euro erbeutet haben könnten. Denn dieser Wert bezieht sich lediglich auf eine einfachen Rechnung:
Der Tresorraum der Gelsenkirchener Sparkasse umfasste 3250 Schließfächer – und jedes einzelne ist mit bis zu 10.300 Euro versichert.
Rund 90 % der Fächer seien aufgebrochen worden: Das macht eine Gesamtsumme von rund 30 Millionen Euro.
Was und wie viel Bargeld, Gold und Wertgegenstände allerdings tatsächlich in den aufgebrochenen Schließfächern gewesen ist, wisse die Bank nicht. Darum müsse jeder einzelne Inhaber kontaktiert und befragt werden, um die tatsächliche Schadenssumme zu ermitteln.

„Wir haben viele Hinweise aus vielen Richtungen“ – aber eine Festnahme ist wohl noch weit entfernt
Die Ermittler hoffen weiterhin auf Hinweise – und davon gibt es viele. „Das reißt gar nicht mehr ab“, sagte ein Polizeisprecher der dpa. Dabei gebe es ein breites Spektrum. So meldeten sich auch Sachverständige und Ermittler aus anderen Bundesländern, um Hinweise in dem Fall zu geben.
Anderen Hinweisgebern seien Kleinigkeiten auf kursierenden Aufnahmen aus der Tiefgarage aufgefallen. „Wir haben viele Hinweise aus vielen Richtungen“, sagte der Polizeisprecher. Eine Festnahme stehe derzeit aber nicht an. Auch inwiefern die Polizei den Tätern auf der Spur ist, ist nicht bekannt.
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Neue Spur zu den Tresor-Einbrechern?
Die Ermittler prüfen unter anderem, ob die Täter auch einen weißen Transporter bei dem spektakulären Einbruch in die Filiale eingesetzt haben. Wie genau der Einbruch ablief, ist noch immer unklar und Gegenstand der Ermittlungen. Klar ist: Die Täter drangen in einen Archivraum ein, von dem aus sie ein großes Loch in den Tresorraum bohrten. Der große Spezialbohrer, ein sogenannter Kernbohrer, ist nicht am Tatort zurückgeblieben. Er sei nicht gefunden worden, man gehe davon aus, dass das Gerät von den Tätern wieder mitgenommen wurde, sagte der Polizeisprecher.
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Die Polizei hatte bereits am Dienstag von einem schwarzen Audi mit maskierten Männern berichtet, das auf Videoaufnahmen im angrenzenden Parkhaus zu sehen sei. Das Kennzeichen mit Kennung Hannover war gefälscht. (jow)
Verwendete Quellen: dpa und Bild


