Kein Aufpreis für KerosinSommerferien-Flüge sicher: Regierung verspricht keine Zusatzkosten

Beim Abflug von der Ferieninsel Mallorca bietet sich dem Reisenden ein atemberaubender Blick auf das impossante Tramuntana Gebirge der Baleareninsel ESP, Mallorca, Reise, Urlaub, Balearen, 01.10.2025 Foto: Eibner-Pressefoto/Juergen Augst
Mallorca ist sicher - sagt immerhin die Regierungskoalition.
picture alliance / Eibner-Pressefoto / Eibner-Pressefoto/Juergen Augst

Ende Juni beginnen in den ersten Bundesländern die Ferien. Und die Bundesregierung versichert, wer einen Flug in den Urlaub gebucht hat, wird diesen auch antreten können. Das habe die Luftfahrt-Branche zugesagt.

Flugreisen in den Sommerferien sind nach Angaben der Regierungsfraktionen von Union und SPD sicher. Es habe bei einem Treffen mit der Luftverkehrsbranche das eindeutige Signal gegeben, dass Flüge im Sommer nicht gefährdet seien, teilten der CDU-Wirtschaftspolitiker Sepp Müller und sein SPD-Kollege Armand Zorn mit. „Wer bereits gebucht hat, wird ohne zusätzliche Kosten in den Sommerurlaub fliegen können“, hieß es in einer gemeinsamen Mitteilung mit Blick auf die höheren Kerosinpreise, die Airlines derzeit zu schaffen machen. Das dürfte vielen Menschen die Sorge um den anstehenden Urlaub nehmen. „Weitere Maßnahmen zur Entlastung der Wirtschaft und der Verbraucher haben wir intensiv diskutiert.“

Am Vortag hatte der Bundestag eine Senkung der Ticketsteuer im Flugverkehr beschlossen. Allerdings sind die Ticketpreise auf vielen Strecken durch den Nahost-Krieg zuletzt deutlich gestiegen, so dass Kunden von Airlines am Ende wenig davon spüren könnten. Konkret soll die Abgabe für die Kurzstrecke um 2,50 Euro, auf der Mittelstrecke um 6,33 Euro und bei Fernflügen um 11,40 Euro reduziert werden. Die Regelung soll zum 1. Juli in Kraft treten. Die schwarz-rote Koalition macht damit die Erhöhung der Ticketsteuer vom 1. Mai 2024 wieder rückgängig.

Derweil wollen sich Union und SPD noch nicht auf eine Verlängerung des Tankrabatts festlegen. Bislang sei vereinbart, dass die Entlastungsmaßnahme Ende Juni auslaufe, so Müller. „Ob es darüber hinaus ein weiteres Maßnahmenpaket bedarf, das wird die Lage dann zeigen.“ Müller verwies auf Berechnungen des Münchner Ifo-Instituts, wonach die Steuervergünstigung zu sehr weiten Teilen an die Autofahrer weitergereicht werde. „Das ist ein gutes Signal.“ Bei Bedarf sei die Koalition handlungsfähig.

Am heutigen Freitag traf sich die sogenannte Taskforce der Regierungsfraktionen erneut zu den wirtschaftlichen Folgen des Nahost-Krieges. Zorn sagte, es gebe zwar bei den Sprit-Preisen ein Problem, aber keine Engpässe. Die Versorgungssicherheit sei gegeben. Die Koalition erörtere mit der Wirtschaft, wie dies auch mittelfristig gewährleistet bleibe.

Ende Juni beginnen in den ersten Ländern die Sommerferien. Als Letzte haben ab Anfang August wie zumeist die bayerischen Schüler unterrichtsfrei. Eine Woche später geht es in den ersten Bundesländern dann schon wieder los.

Verwendete Quellen: jwu/dpa