Hatte Timmy nie eine Chance?Timmy-Tracker verrät traurige Wahrheit! So kurz nach der Freilassung ist der Buckelwal gestorben

Nur wenige Tage!
Buckelwal Timmy war in den Tagen zwischen seiner Freisetzung und dem Fund vor der Insel Anholt noch kurz aktiv unterwegs. Das verraten nun die Daten des Trackers. Doch sie zeigen auch eine traurige Gewissheit.
Nur wenige Tage überlebt? DAS verrät der Tracker von Buckelwal Timmy
Der mehrfach an der Ostseeküste gestrandete und in einer umstrittenen Aktion in die Nordsee gebrachte Buckelwal hat nach seiner Freisetzung am 2. Mai wohl noch bis zum 6. oder 7. Mai gelebt. Darauf wiesen die ausgewerteten Daten des Senders hin, den das Tier zuletzt getragen hatte, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) in Schwerin.
Doch schon am 5. Mai – also drei Tage nach der Freisetzung – könnte Timmy Probleme gehabt haben, so Bild und beruft sich auf Trackerdaten. Da nahm seine Geschwindigkeit ab und er war sehr viel häufiger an der Oberfläche, heißt es weiter. „Anhand der Daten ist davon auszugehen, dass Timmy zwischen dem 6. und 7. Mai gelebt hat“, erklärt Umweltminister Backhaus. Danach sei das Signal abgerissen, der Wal wohl untergegangen. Die genaue Todesursache sei weiterhin unklar.
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Timmy-Tracker: Nach seiner Freisetzung 216 Kilometer geschwommen – aber in die falsche Richtung
Der Tracker war an dem geschwächten und beim Transport verletzten Tier befestigt worden, kurz bevor es ins offene Meer gesetzt wurde. Zuvor hat Timmy wochenlang vor der mecklenburgischen Insel Poel gelegen. Eine Privatinitiative transportierte ihn mit einem Lastkahn Richtung Nordsee. Etwa 70 Kilometer von Skagen entfernt wurde er im Skagerrak am 2. Mai ausgesetzt.
Danach soll sich Timmy laut dem Tracker 216 Kilometer weit alleine bewegt haben. Allerdings in die falsche Richtung: Er hat sich gleich wieder in Richtung Ostsee bewegt, erklärt Backhaus. Bisher sei nur der Bewegungsradius klar, die anderen Daten müssten noch ausgewertet werden.
Nach Verlautbarung der Initiative waren anfangs zumindest einige Bewegungsdaten wie Tauchtiefen erfasst worden. Auch Temperaturen, Bewegungsabläufe und Geschwindigkeit seien geliefert worden. Alle Daten sollen noch der Wissenschaft zur Verfügung gestellt werden, hieß es. Ortsdaten hatte das Gerät demnach nie geschickt, wohl, weil es vorab nicht wie eigentlich vorgesehen getestet und initialisiert wurde. Vitalzeichen im medizinischen Sinne wie Herz- oder Atemfrequenz erfasste der Sender gar nicht, dafür wäre spezielle Sensorik nötig gewesen.
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Etwa zwei Wochen nach Freisetzung tot angespült worden
Backhaus bezeichnete den Rettungsversuch erneut als rechtlich und fachlich vertretbar. Es sei traurig, wie es für das Tier ausgegangen ist. „Er hat die Chance nicht nutzen können”, sagte Backhaus. Doch von Expertinnen und Experten gab es schon währenddessen viel Kritik.
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Knapp zwei Wochen nach der Freisetzung, am 14. Mai, wurde Timmy – ein Weibchen, wie dann festgestellt worden ist – tot an der dänischen Insel Anholt angespült. Der schon stark verweste Kadaver des Wals wurde nach der Strandung auf der dänischen Insel Anholt obduziert, zunächst ohne konkrete Ergebnisse zur Todesursache. Die Überreste des Tieres sollten in Dänemark unter anderem zu Biodiesel verwertet werden.
Verwendete Quellen: dpa und Bild





