„Es tut unfassbar weh”Sie starb in Stade: Vater trauert um Tochter Lena (†24)

Eine ganze Region steht unter Schock.
Lena (24) starb bei dem brutalen Gewaltverbrechen in Stade, bei dem ein 45‑Jähriger sechs Menschen erschoss und anschließend auf seiner Flucht von der Polizei gefasst wurde. Ihr Vater, Stadionsprecher Matthias Giese, teilt nun öffentlich seinen Schmerz – und dankt allen, die seiner „kleinen Lena“ den Abschied gegeben haben, den sie verdient hat.
Stade-Massaker: Vater trauert um Tochter Lena (24) – sie war eins von sechs Opfern
Auf Facebook schreibt Matthias Giese, viele hätten wohl mitbekommen, dass seine Tochter zu den Opfern von Stade gehöre. Am Samstag habe sich die Familie von ihr auf dem Friedhof verabschieden müssen – „wir hatten den schlimmsten Tag in unserem Leben“. Er schildert, wie unfassbar weh es tue und wie dankbar sie gleichzeitig für die Unterstützung seien, die sie bekommen hätten.
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Giese beschreibt, dass „wirklich alles“ bei der Trauerfeier genau so gelaufen sei, wie sie es sich für Lena gewünscht hatten. Viele Menschen hätten dazu beigetragen, dass der Abschied würdevoll und liebevoll geworden sei. Stellvertretend bedankt er sich und schreibt: Eines Tages hoffe er, die Kraft zu finden, allen persönlich zu danken.
Hintergrund: Die Tat von Stade
Nach bisherigen Erkenntnissen soll ein 45-jähriger Tatverdächtiger am 29. Juni in Stade innerhalb kurzer Zeit sechs Menschen erschossen haben. Die Ermittler sprechen von einer extrem brutalen Tat, bei der mehrere Personen offenbar gezielt angegriffen wurden. Der mutmaßliche Schütze versuchte anschließend zu fliehen, konnte aber von der Polizei gefasst und festgenommen werden.
Als mögliches Motiv prüfen die Ermittler einen Sorgerechtsstreit. Demnach hatte der Mann wegen des Sorgerechts für ein Kind einen Termin in der Mutter-Kind-Einrichtung. Dort soll es zu dem Gewaltexzess gekommen sein, bei dem sechs Mitarbeiter der Einrichtung. Auch Lena arbeitete an dem Tag dort und wurde zur Zielscheibe.

Die Stadt und die Vereine, bei denen Matthias Giese Mitglied ist, hätten in den Tagen nach der Tat mit Bestürzung reagiert: Schweigeminuten, Gedenkaktionen, Kerzen und Blumen für die Toten. Auch die Motorsport‑Gemeinschaft, in der Giese nach eigener Aussage „erst seit kurzem Teil der Familie“ sei, habe ihm Trost gespendet und öffentlich um Lena getrauert.
„Bitte betet für Lena“
In einem weiteren Beitrag schreibt Giese, er sei sprachlos über die vielen lieben Worte aus der Motorsport-Familie und den Vereinen. Die guten Wünsche und tröstenden Nachrichten täten gut – „und dennoch tut es so unfassbar weh“. Er bittet: „Bitte betet für Lena.“
Am Ende richtet er sich direkt an seine Tochter: „Ruhe in Frieden, meine Kleine!“ Hinter dem nüchternen Begriff „Opfer von Stade“ steht damit ein Mensch mit Familie, Freunden und einem Vater, der nun mit der schlimmsten Leerstelle leben muss, die es gibt – der Leerstelle, die ein verlorenes Kind hinterlässt.
Verwendete Quellen: Facebook, eigene RTL-Recherche


