Noch immer junge Menschen nach Brand vermisstLauter Vermisste nach Feuer-Tragödie in Crans-Montana! Angehörige suchen auf Instagram

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Diese Frage stellen sich zahlreiche Freunde und Familien, deren Angehörige in der verheerenden Silvesternacht in der Bar im Ski-Ort Crans-Montana in der Schweiz waren. Mindestens 40 Menschen sind bei der Feuerkatastrophe ums Leben gekommen, mehr als 100 wurden verletzt. Die Identifizierung der Opfer ist noch nicht abgeschlossen. Mithilfe eines Instagram-Accounts, der seit wenigen Stunden online ist, hoffen Angehörige nun, ihre Liebsten zu finden.
Bilder von mehr als 40 jungen vermissten Personen auf Such-Account bei Instagram
Trystan, Arthur, Léo. Auch sie werden offenbar noch immer vermisst. Mit Fotos bei Instagram hoffen ihre Familien auf Neuigkeiten, auf ein Lebenszeichen. Genau wie viele andere Angehörige der Brand-Opfer.
Mehr als 40 Bilder von jungen Menschen sind auf dem Account gepostet, um: „[…] die Suchmeldungen zu sammeln von Personen, von denen man seit dem tragischen Silvesterabend in Crans-Montana nichts mehr gehört hat“, wie der Betreiber der Seite in dem Post schreibt. Wer den Account betreibt, ist bislang unklar.
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Bar-Brand fordert 40 Tote – Identifizierung der Opfer dauert noch
Die Identifizierung der Toten und teils auch der schwer verbrannten Menschen in den Krankenhäusern könne noch Tage oder Wochen dauern. „Unerträglich lang für die Familien der Opfer. (...) Wir haben eben Familien getroffen. Viele warten noch auf Informationen. Das ist ein furchtbarerer Moment, wir sind uns dessen bewusst“, sagte der Präsident der Regierung im Kanton Wallis, Mathias Reynard, bei einer Pressekonferenz an Neujahr.
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Die verheerende Silvesternacht von Crans-Montana
Nach Behördenangaben sind bei der Katastrophe rund 40 Menschen ums Leben gekommen. Etwa 115 weitere Menschen seien verletzt worden, die meisten schwer, sagte der Kommandant der Walliser Kantonspolizei, Frédéric Gisler.

Es werde „wahrscheinlich auch Opfer aus dem Ausland“ geben. Junge Menschen im Alter von 16 bis 26 Jahren gehören zu den am schwersten Verletzten. Die Brandursache: Möglicherweise hat eine brennende Wunderkerze auf einer Champagner-Flasche die Bar in Brand gesetzt.
Im Video: Zeigen diese Bilder den Beginn des Brandes?
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Suche nach Vermissten wird online geteilt
Viele Familien warten nun auf Neuigkeiten ihrer Angehörigen. Brüder, Söhne, Töchter, Cousinen werden mithilfe des Instagram-Accounts verzweifelt gesucht. „Wir teilen die Gefühle all jener, die noch keine Neuigkeiten von ihren Angehörigen erhalten haben“, teilt der unbekannte Betreiber auf der Seite mit. Mehr als 11.700 Menschen folgen dem Account und teilen die Such-Beiträge (Stand: 2. Januar, 10:30 Uhr).
Verwendete Quellen: Instagram, Corriere della Sera, Kanton Wallis
































