Silvester-Tragödie in der Schweiz„Ich habe die toten Menschen auf der Straße gesehen“

„Die Schreie voller Schmerzen zu hören, war schrecklich!“
Eine Silvesterparty im Schweizer Nobel-Skiort Crans-Montana endet in einer Tragödie. In einer Bar bricht plötzlich ein Feuer aus. Mehr als 100 Menschen werden verletzt, rund 40 kommen ums Leben. Die schrecklichen Szenen aus der Schweizer Silvesternacht wird Urlauber Edmond Cocquét nie vergessen, wie er im Interview mit RTL sagt.

Vor der Bar in Crans-Montana liegen die Leichen

Schon als Kind verbringt der Belgier seinen Winterurlaub im Schweizer Nobel-Skiort Crans-Montana. „Ich habe hier Skifahren gelernt, und jetzt tun es meine Kinder.“ Auch in der tragischen Silvesternacht war er vor Ort. „Ich habe zwar nicht das Feuer gesehen, aber ich habe die toten Menschen auf der Straße gesehen“, so der Urlauber. „Sie waren mit weißen Laken bedeckt.“

Schon als Kind verbringt der Belgier seinen Winterurlaub im Schweizer Nobel-Skiort Crans-Montana. Doch nun ist nichts mehr, wie es einmal war.
Schon als Kind verbringt der Belgier seinen Winterurlaub im Schweizer Nobel-Skiort Crans-Montana. Doch nun ist nichts mehr, wie es einmal war.
RTL

Doch unter den Tüchern habe er die Menschen gesehen, viele in schicker Silvesterkleidung. Ungefähr 40 Menschen sind ums Leben gekommen. „Es ist schrecklich, darüber nachzudenken.“

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Etwa 115 weitere Menschen wurden verletzt, teilweise schwer. Bis zu 100 Opfer seien weiterhin in einem kritischen Zustand. Vor allem das Alter der Opfer habe den Belgier schockiert. „Sie haben noch nicht einmal ihre Schule beendet, weil sie gerade einmal 17,18 oder 19 Jahre alt waren. Manche von ihnen waren komplett verbrannt“, erzählt er weiter. „Es ist eine Katstrophe, sie sind ein Leben lang gezeichnet. Und so viele Tote. Eltern, die ihre Kinder verloren haben“, sagt Cocquét. „Das ist nichts, was man sich für junge Menschen wünscht.“

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In Crans-Montana ist nichts mehr, wie es einmal war

Gerade in der Silvesternacht sei es in der Bar in Crans-Montana voll gewesen. „Die Location ist ein bisschen günstiger und ein bisschen weniger schick“, so der 49-Jährige. Auch wenn er kein Angehöriger der Opfer ist, ist er schockiert: „Es ist eine echte Tragödie – für die Schweiz und für den Ort, denn Crans-Montana wird nun für immer mit dieser Katastrophe, mit dieser Tragödie, verbunden sein.“

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche