„Sie hatte viele Träume”Maria (†22) stirbt im Kugelhagel beim Rave in Aarau

Maria S. (†22) wollte sich in der Schweiz ein neues Leben aufbauen – bei den Schüssen in Aarau wurde sie getötet.
Maria S. (†22) wollte sich in der Schweiz ein neues Leben aufbauen – bei den Schüssen in Aarau wurde sie getötet.
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Sie wollte in der Schweiz neu anfangen.
Maria S. verließ Italien und träumte von einem festen Job, einem eigenen Zuhause und einer Familie. Doch in der Nacht auf Sonntag (30. August) endet ihr junges Leben: Die 22-Jährige wird bei einer Schießerei auf einem Technofestival in Aarau getötet.

Maria kam für einen Neuanfang in die Schweiz

Bei der jungen Frau, die mehrere italienische und Schweizer Medien als mutmaßliches Todesopfer zeigen, handelt es sich demnach um Maria S. Sie stammt aus der kleinen Stadt Atri in den italienischen Abruzzen. Ihre Kindheit ist offenbar von Armut geprägt, ihre Eltern waren geschieden. Ein ehemaliger Nachbar beschreibt der italienischen Tageszeitung Corriere della Sera, wie sehr sie trotzdem nach vorne blickte: „Sie hatte eine schwere Vergangenheit, schämte sich aber nicht für sie. Sie wusste, was sie durchgemacht hatte, und wollte einfach nur die Chance auf einen Neuanfang.“ Gerade diese schwierigen Erfahrungen haben Maria früh selbstbewusst und erwachsen werden lassen.

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Diesen Neuanfang suchte Maria in der Schweiz. Sie arbeitete unter anderem in der Gastronomie und half auch im Foodtruck ihres Freundes und Nachbarn Marco F., dessen Name geändert wurde, aus. „Sie war ein wundervolles Mädchen, sie mochte Kinder sehr“, erinnert er sich gegenüber Blick. „Sie verbrachte auch viel Zeit mit meinen Kindern.“ Doch leicht war ihr neues Leben offenbar nicht. „Sie hatte hier keine Familie”, sagt Marco F. „Sie war völlig auf sich allein gestellt. Unterstützung kam vor allem durch Freunde.“ Auch finanziell musste sich die 22-Jährige durchkämpfen. Sie sei auf Arbeitssuche gewesen und habe immer wieder bescheiden und fleißig tageweise gejobbt.

„Sie hatte viele Träume“: Freunde erinnern sich an Maria als lebensfrohe und herzliche junge Frau.
„Sie hatte viele Träume“: Freunde erinnern sich an Maria als lebensfrohe und herzliche junge Frau.
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„Sie träumte von einem festen Job, einem Zuhause“

Maria hatte große Pläne. Sie wollte arbeiten, auf eigenen Beinen stehen und sich etwas Eigenes aufbauen. „Sie träumte von einem festen Job, einem Zuhause, etwas Eigenem. Sie wollte eine Familie und einen Menschen an ihrer Seite, der ihr Sicherheit geben konnte. Sie sehnte sich einfach nur nach einem ruhigen Leben“, erzählt ihr Freund.

Diese Hoffnung verewigte sie laut Blick mit ihrem neuesten Tattoo: „Buena Suerte” – „Viel Glück”. Auch Musik spielte eine große Rolle in ihrem Leben, vor allem Techno. „Sie liebte solche Partys”, meint Marco F. „Normalerweise ging sie überall hin, wenn sie die Möglichkeit hatte, an einem Rave teilzunehmen.“

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Dann fallen beim Rave plötzlich Schüsse

In der Nacht auf Sonntag besucht Maria den „Aarauer Rave Vol7“ auf der Pferderennbahn Schachen. Gegen 2.30 Uhr fallen plötzlich Schüsse. Maria wird tödlich getroffen. Fünf weitere Menschen werden verletzt, teilweise schwer. Unter den Verletzten ist auch eine Deutsche.

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Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bestätigt am Sonntagabend den Tod der 22-Jährigen. „Meine Gedanken gelten auch den anderen Verletzten, unter denen zwei italienische Staatsangehörige sind, sowie allen Personen, die in diese dramatische Angelegenheit verwickelt sind“, erklärt sie.

Für Marias Freunde bleibt die Erinnerung an eine junge Frau, die gerade erst dabei war, sich ein neues Leben aufzubauen. Marco F. erfuhr von einem Freund, dass Maria bei der Schießerei ums Leben gekommen war. Noch kurz zuvor hatte sie bei ihm im Foodtruck gearbeitet. „Sie hatte viele Träume, sie war wirklich ein wundervolles Mädchen“, sagt Marco F. (nha)

Verwendete Quellen: Blick, 20Minuten