Alle Entwicklungen im Live-TickerAuch die deutsche Polizei fahndet nach dem Täter von Schweizer Rave

von Nele Hasselbusch, Philipp Petersdorff, Linda Görgen und Jan Luhrenberg

Schock in der Nacht auf Sonntag in der Schweiz.
Bei einem Techno-Rave in Aarau fallen mindestens ein Dutzend Schüsse. Es gibt sechs Opfer. Eine 22-jährige Italienerin erliegt vor Ort ihren Verletzungen. Vier Männer und eine Frau im Alter zwischen 24 und 31 Jahren mussten zum Teil schwer verletzt in ein Krankenhaus.

Schüsse bei Rave in Aarau (Schweiz) – alle Entwicklungen in unserem Live-Ticker

Wichtige Updates
Nele Hasselbusch

Auch deutsche Polizei fahndet nach dem Täter

Das bestätigt ein Sprecher des Polizeipräsidiums Freiburg. Demnach handelt es sich um routinemäßige allgemeine Fahndungsmaßnahmen. Zu konkreten Maßnahmen macht die Polizei keine Angaben.
Aarau liegt nahe der deutschen Grenze. Eine Flucht von dort nach Deutschland dauert nach Polizeiangaben nur etwa 40 Minuten. Ob nach einem oder mehreren Tätern gesucht wird, ist weiterhin unklar. 
Die Kantonspolizei Aargau ermittelt nach den tödlichen Schüssen – auch die deutsche Polizei beteiligt sich an der Fahndung.
Die Kantonspolizei Aargau ermittelt nach den tödlichen Schüssen – auch die deutsche Polizei beteiligt sich an der Fahndung. REUTERS
Nele Hasselbusch

Deutsche unter Verletzten nach Schüssen bei Schweizer Rave 

Unter den fünf Menschen, die bei den Schüssen auf einem Technofestival in der Schweiz verletzt wurden, ist auch eine Deutsche. Das teilte die Kantonspolizei Aargau mit. Bei den vier weiteren Verletzten handelt es sich um Schweizer Männer. Die 24- bis 31-Jährigen wurden leicht bis schwer verletzt und in Krankenhäuser gebracht. Eine 22-jährige Italienerin kam ums Leben. 
Philipp Petersdorff

Was die Behörden wissen und was sie nicht wissen

Nach der Pressekonferenz der Ermittlungsbehörden ergibt sich ein deutlich schärferes Bild der Lage. Am Tatort wurden Hülsen unterschiedlicher Kaliber gefunden, die auf den Einsatz von mindestens zwei verschiedenen Waffen hindeuten. Zeugenaussagen sprechen zudem dafür, dass zwei Täter geschossen haben könnten. Gesichert ist das bislang nicht.
Fest steht dagegen, dass an zwei verschiedenen Orten geschossen wurde. Die 22-jährige Italienerin wurde in der Nähe der Bühne getötet. Zwischen den Opfern besteht nach bisherigen Erkenntnissen keine Verbindung, weshalb die Ermittler derzeit von Zufallsopfern ausgehen. Die Täter flüchteten mit Fahrzeugen.
Beim möglichen Motiv halten die Behörden drei Szenarien für gleichermaßen denkbar: einen Terroranschlag, einen Amoklauf oder eine Tat aus dem kriminellen Milieu z.B. eine persönliche Abrechnung. Keine dieser Hypothesen hat sich bislang erhärtet.
Besonders wichtig ist die neue Gefahreneinschätzung. Solange die Täter nicht identifiziert und gefasst sind, geht die Polizei weiterhin von einem Risiko aus. „Solange die Täterschaft nicht identifiziert ist, sind wir im Stadium der Gefahrenabwehr, es gibt also immer noch Risiken“, stellte Polizeikommandant Leupold klar. 130 zusätzliche Polizisten sollen deshalb den öffentlichen Raum schützen. 
Der Tatort am Abend – die Untersuchungen laufen noch. In der Mitte ist das weiße Zelt zu sehen, in dem die DJs aufgelegt haben
Der Tatort am Abend – die Untersuchungen laufen noch. In der Mitte ist das weiße Zelt zu sehen, in dem die DJs aufgelegt haben. RTL
Philipp Petersdorff

Die Pressekonferenz ist beendet


Zum Schluss sagten die Behörden, dass sie froh sind, wenn möglich wenig Videos online kursieren, und würdigten die Einsatzkräfte, die 15 Stunden durchgearbeitet haben. 
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Was ist der Aarauer Rave?

Der Aarauer Rave ist eine Techno-Veranstaltung auf der Pferderennbahn im Aarauer Schachen und hat sich zu einem größeren Treffpunkt der regionalen Elektroszene entwickelt. Die Ausgabe am 29. August 2026 wurde als „Aarau Rave VOL. 7“ veranstaltet. Rund 3500 Raver sollten dort zu internationalen und regionalen DJs feiern. Der Veranstalter bezeichnet das Event als größten Dayrave im Aargau. Gefeiert wird auf der größten Pferderennbahn der Schweiz.

Verwendete Quellen: Aargauer Zeitung, 20min.ch, Blick