Richter spricht im Prozess von „Todesangst“Sohn (8) nackt im Wald ausgesetzt! Mutter fährt in eiskalter Novembernacht einfach davon

„Ich wusste einfach nicht mehr, was ich tat.“
Mitten in einer kalten Novembernacht muss ein Achtjähriger nackt aus dem Auto seiner Mutter steigen. Als die 41-Jährige losfahren will, versucht ihr Sohn verzweifelt, am Wagen zu bleiben. Jetzt stand die Mutter vor Gericht und erklärte unter Tränen, was damals in ihr vorging.
Achtjähriger versucht verzweifelt, wieder ins Auto zu kommen
Was muss in diesem Jungen vorgegangen sein? Im November 2025 fährt Susann S. mit ihrem achtjährigen Sohn in einen Wald bei Sadisdorf in Sachsen. Nach der Anklage muss sich das Kind dort ausziehen und den Wagen verlassen. Es ist Nacht, kalt und regnerisch.
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Als die Mutter losfahren will, schafft es der Junge zunächst, die Autotür zu öffnen. Susann S. steigt daraufhin aus und zieht ihren Sohn vom Wagen weg. Dann setzt sie sich erneut hinein, verriegelt die Türen und fährt los. Das Kind klammert sich an das Auto, stürzt und verletzt sich schwer. Es erleidet massive Schürfwunden und ein schweres Schädel-Hirn-Trauma. Drei Tage muss der Achtjährige im Krankenhaus behandelt werden. Wie Tag24 berichtet, lebt der Junge inzwischen in einem Heim.
„Er hatte Todesangst!“
Vor der Jugendschutzkammer in Dippoldiswalde gesteht die gelernte Erzieherin unter Tränen, was in jener Nacht passiert ist. Das gesamte Wochenende habe es Streit gegeben. Am Sonntagabend sei die Situation nach einer Bemerkung ihres Sohnes eskaliert. „Ich wusste einfach nicht mehr, was ich tat“, sagt Susann S.
Erst als ihr Sohn gegen das Auto prallte, sei sie wieder zu sich gekommen. Anschließend rief sie die Rettung. „Ich wollte meinem Jungen niemals wehtun“, beteuert die Mutter. Seit dem Vorfall bemühe sie sich um Therapien für sich und ihr Kind.
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Der Richter findet deutlichere Worte. „Es war November, Nacht und kalt. Der Junge war nackt, wusste nicht, wo er ist. Und Sie fuhren los. Versetzen Sie sich mal in seine Lage! Er hatte Todesangst!“ Neben den körperlichen Verletzungen spricht er von „seelischer Misshandlung“.
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Mutter bekommt neun Monate Haft auf Bewährung
Das Gericht verurteilt Susann S. schließlich zu neun Monaten Haft. Ins Gefängnis muss die 41-Jährige zunächst allerdings nicht, denn die Strafe wird zur Bewährung ausgesetzt.
Nach einem weiteren Medienbericht lagen die Temperaturen in jener Novembernacht um den Gefrierpunkt. Für den Achtjährigen endet die Fahrt damit nicht nur mit schweren körperlichen Verletzungen. Wie der Richter im Prozess deutlich macht, muss auch die Todesangst berücksichtigt werden, die das nackte Kind allein im dunklen Wald ausgestanden haben soll.
Verwendete Quellen: Tag24


