Alle Infos in unserem Hitze-TickerWie in den Tropen – weshalb Schwüle so unangenehm ist

von Philipp Petersdorff, Sebastian Fuhrmann, Anke Jonschker, Johanna Kroke, Thorsten Berger, Camilla Koziol, Fabian Klein, Martina Lewinski, Svenja Hoffmann, Roger Saha, Jana Kerzmann und Jan Luhrenberg

Deutschland schwitzt weiter!
Die Hitzewelle hat das Land fest im Griff. Wo es besonders heiß wird, welche Unwetter drohen und was jetzt im In- und Ausland wichtig ist, lest ihr in unserem Liveticker auf RTL.de.

Alles zur aktuellen Lage im Hitze-Ticker auf RTL.de

Wichtige Updates
Anja Blanuscha

Wie in den Tropen: Weshalb Schwüle so unangenehm ist

Derzeit leiden besonders viele Menschen unter dem Wetter. Denn es ist häufig nicht nur heiß, sondern auch schwül. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sagt für Dienstag und Mittwoch ein teils sehr starkes "Schwüleempfinden"voraus, also die höchste Stufe. 

Um dieses Empfinden zu berechnen, schaut sich der DWD an, wie hoch die sogenannte Enthalpie ist, also das Verdunstungspotenzial an der Körperoberfläche. Es geht darum, wie gut der Schweiß verdunsten, also vom flüssigen in den gasförmigen Zustand übergehen kann. Denn beim Verdunsten auf der Haut wird dem Körper Energie entzogen – und so gekühlt.

Ist nun, wie gerade häufig der Fall, sowohl die Temperatur als auch die Luftfeuchtigkeit relativ hoch, dann möchte der Körper Wärme abgeben und produziert deswegen Schweiß – aber der Schweiß verdunstet nicht schnell genug. Funktioniert die körpereigene Kühlung schlecht, führt das laut DWD zu einem Wärmestau, der im Extremfall in einem lebensbedrohlichen Hitzschlag enden kann. 

Wer viel herumreist, kennt den Effekt auch aus anderen Ländern. Ist es an einem Ort, wie etwa in der Wüste, extrem trocken, fühlen sich 30 Grad möglicherweise gar nicht so schlimm an. Menschen schwitzen dann auch weniger. In den Tropen hingegen können 30 Grad sehr belastend sein. Der ganze Körper ist dann permanent von einer Schweißschicht bedeckt, die kaum verdunsten kann.

Eine hohe Luftfeuchtigkeit sorgt im Übrigen auch für gute Bedingungen für Gewitter, die an solchen Tagen häufig zu beobachten sind. Tatsächlich sagt der DWD derzeit teils heftige Gewitter mit Unwettergefahr vorher. 
Anja Blanuscha

Großbrand an deutscher Grenze noch nicht unter Kontrolle 

Der Großbrand im Naturgebiet im Osten der Niederlande ist bisher nicht unter Kontrolle. Das Feuer hatte sich bis in den frühen Morgen ausgebreitet, doch die Lage sei nun stabil, teilten die Sicherheitsbehörden mit. Rund 250 Feuerwehrleute und auch erneut Löschhubschrauber der Armee seien im Einsatz. 
Rund 100 Hektar seien betroffen. Jetzt werde versucht, eine weitere Ausbreitung zu verhindern, sagte ein Behördensprecher. "Der Wind hat etwas nachgelassen, das ist günstig."
Das Feuer in dem Naturgebiet De Rosmolen nahe der deutschen Grenze war am Montag aus noch ungeklärter Ursache ausgebrochen. Durch Wind und hohe Temperaturen konnten sich die Flammen schnell über die Baumkronen ausbreiten.
Auch in der Nacht bekämpften Hunderte Feuerwehrleute das Feuer. Bewohner der Region wurden aufgerufen, wegen des starkes Rauchs Fenster und Türen geschlossen zu halten. Der Zugverkehr zwischen Boxmeer und Venray wurde zunächst stillgelegt. 
Anja Blanuscha

Hitze- und Gewitterwarnung für Deutschland

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat für weite Teile Deutschlands eine amtliche Hitzewarnung herausgegeben. Laut DWD sind vor allem Regionen in der Mitte und im Süden betroffen, zudem gilt örtlich Unwettergefahr. In den kommenden Tagen gilt für weite Teile Deutschlands eine amtliche Hitzewarnung. Vor allem in der Landesmitte und im Süden sei die Wärmebelastung teils extrem, warnte der Deutsche Wetterdienst (DWD). Nur im Norden bleibt es demnach etwas entspannter.
Anja Blanuscha

Umgestürzte Bäume sorgen für Streckensperrungen 

Lokale Unwetter haben am Montagabend in Teilen Nordrhein-Westfalens den Zugverkehr erheblich gestört. Zwischen Mönchengladbach und Aachen ist die Strecke nach einem Oberleitungsschaden weiterhin gesperrt, nachdem Bäume zwischen Rheydt und Lindern auf die Gleise gestürzt waren; zwei Regionalzüge mussten anhalten und Fahrgäste konnten mit Unterstützung der Rettungskräfte sicher aussteigen. 
Für betroffene Verbindungen wie RE1, RE4 und RB33 läuft ein Ersatzverkehr mit Bussen, Züge aus Aachen enden und beginnen derzeit in Lindern. Weitere Strecken (u. a. RE8, RB27) blieben am Dienstagmorgen wegen umgestürzter Bäume gesperrt, auf der S5 wurde ein Baum bereits entfernt und die Bahn rechnet mit baldiger Wiederaufnahme. 
Bei Schwelm saßen Fahrgäste eines ICE nach einem ähnlichen Vorfall mehr als vier Stunden fest, bevor der Zug mit einer Diesellok über den stromlosen Abschnitt gezogen werden konnte. 
Ein ICE steht nach einem Oberleitungsschaden in Schwelm unter einer Brücke.
Ein ICE steht nach einem Oberleitungsschaden in Schwelm unter einer Brücke. picture alliance/dpa | Alex Talash

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Der Sommer 2026 hat es wirklich in sich: Starke Hitzewellen bringen uns alle ordentlich ins Schwitzen und überziehen weite Teile Deutschlands mit Rekordtemperaturen. Die extreme Hitze fordert ihren Tribut: Mensch und Natur leiden unter der Trockenheit, die Landwirtschaft kämpft, und das Thema Wasserknappheit ist präsenter denn je. Dazu kommen immer wieder heftige lokale Gewitter und Starkregen, die das Bild eines sehr unbeständigen, aber vor allem extrem heißen Sommers abrunden.