Selbstdarstellung statt echter Hilfe? Tierärztin erhebt schwere Vorwürfe! Jetzt zerfleischt sich das Wal-Rettungsteam selbst
Haben SIE eine „echte Chance auf Freiheit” für Timmy „zunichtegemacht”?
Tagelang begleitet Tierärztin Jenna Wallace den gestrandeten Wal, kämpft um seine Rettung. Nun reist die US-Amerikanerin unter Tränen ab – und erhebt schwere Vorwürfe gegen das Team. Vor allem zwei Beteiligte seien eher an Selbstinszenierung als an tatsächlicher Hilfe interessiert.
Schwere Vorwürfe gegen Rettungsteam von Timmy
Auch weiterhin liegt der Ostsee-Wal gestrandet vor Poel, hat sich in der Nacht auf Mittwoch (22. April) nicht von der Stelle bewegt. Deutlich mehr Dynamik gibt es dagegen im Retter-Team. Die aus Hawaii eingeflogene Wallace hat die Mission verlassen, wohl nach eigenen Angaben vor allem wegen mutmaßlichem Fehlverhalten des peruanischen Umweltschützers Sergio Bambarén und des Influencers Danny Hilse, der sich selbst Danny Firstclass nennt.
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Die beiden hätten am Montagmorgen (20. April), als sich der Buckelwal freischwamm, „seine erste Chance auf Freiheit direkt vor meinen Augen zunichtegemacht”, schreibt die Tierärztin auf Instagram. Bambarén habe die Rettungsboote angewiesen, zu warten und nicht zu Timmy/Hope zu fahren – „was ich ignorierte, und das wäre auch die falsche Entscheidung gewesen.”

Wallace sei sofort zum Wal aufgebrochen, um eine erneute Strandung zu verhindern. Doch Hilse kommt ihr gemeinsam mit einem Bootsführer zuvor, behauptet die Tierärztin. Er habe „egoistisch und unverantwortlich” gehandelt, sei vor allem damit beschäftigt gewesen, „sich selbst zu filmen, zu telefonieren, mit Hope zu sprechen und ihm in die Augen zu schauen”, schreibt sie auf Instagram. Tatsächlich habe er beinahe mit seinem Propeller „Timmys Schwanzflosse überfahren.”
Im Video: Buckelwal Timmy kämpft weiter vor der Ostseeinsel Poel
Sergio Bambarén reagiert bei RTL auf Anschuldigungen
Die US-Amerikanerin berichtet auch von Wutausbrüchen. Bambarén habe „Teammitglieder vor allen beschimpft”, ähnlich wie Hilse gegen Entscheidungen der Rettungsinitiative gehandelt und so die gesamte Aktion gefährdet. „Menschen müssen lernen, sich für ein Tier einzusetzen – aber dann auch einen Schritt zurücktreten, wenn Hilfe eintrifft”, fasst sie zusammen. Hilse möchte sich auf RTL-Anfrage nicht zu den Vorwürfen äußern, Bambarén findet dagegen am Mittwochmittag (22. April) deutliche Worte.
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„Es ist komplett falsch”, reagiert der Peruaner auf die Vorwürfe. Wallace habe das Team „ohne Grund” beschuldigt – und sei selbst am Scheitern des Rettungsversuches schuld! Der Plan am Montag sei es gewesen, den Wal mit Begleitbooten und Abstand in Sicherheit zu geleiten. Doch die Ärztin habe eines der Boote auf Timmy zugelenkt, ihn womöglich sogar berührt. „Das sorgte dafür, dass der Wal in Panik geriet. Er nahm eine falsche Kurve aus dem angedachten Kanal”, erklärt Bambarén. Wegen der Panik sei das Tier nun erneut gestrandet.
Der Umweltschützer habe Wallace nur zweimal getroffen – und sie hat bei ihm offenbar keinen guten Eindruck hinterlassen. „Wegen ihres Jetlags schlief sie die ganze Zeit in ihrem Van. Sie ging nie zu dem Wal ins Wasser”, kritisiert der 65-Jährige. „Vielleicht stimmt sie unserer Arbeit nicht zu, aber die persönlichen Angriffe kann ich nicht verstehen.”
Verwendete Quellen: Instagram/drjennawallace, eigene RTL-Recherche



