Janine Bahr-van Gemmert in Uni-Klinik RostockDrama um Timmy-Tierärztin! Nach Not-OP im Koma!

Das Bangen um die Tierärztin geht weiter.
Nach dem medizinischen Notfall innerhalb des Teams der Wal-Helfer am Montagmittag (20. April), werden nun erste Details bekannt. Tierspezialistin Janine Bahr-van Gemmert musste in die Uni-Klinik Rostock. Der Vorfall steht nach RTL-Informationen nicht im Zusammenhang mit der Aktion um Timmy. Die erfahrene Veterinärin ist von Anfang an im Rettungsteam dabei und bisher dessen Sprachrohr gewesen.
Janine Bahr-van Gemmert noch nicht außer Lebensgefahr
„Eine unserer Mitstreiterinnen aus dem Team, Frau Dr. Bahr-van Gemmert, Janine, ist gestern Mittag mit Kreislaufsymptomen, Schlaganfall-Auffälligkeiten ins Krankenhaus verbracht worden. Der RTW vor Ort hat fantastisch reagiert”: So schildert eine der Initiatorinnen der Rettungsaktion um Wal Timmy – Karin Walter-Mommert – im NDR das Schreckensszenario.
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Sie habe dringend notoperiert werden müssen ist, sei noch nicht außer Lebensgefahr, befinde sich im Koma. „An dieser Stelle möchte ich alle Menschen bitten, die dieses Objekt mit dem Herzen begleiten, viel Kraft an Janine zu schicken. Du fehlst uns, Janine”, so Walter-Mommert am Dienstagnachmittag (21. April).
Angestrengt arbeiteten die Menschen auch am Dienstag am erneut festsitzenden Buckelwal vor Poel. In Trockenanzügen im Wasser, mit Spül- und Saugtechnik.
Wasserstand erschwert noch immer die Lage
Am frühen Nachmittag war auf Live-Streams zu sehen, wie die vor Ort eingesetzte schwimmende Arbeitsplattform mit einem Bagger dichter an den Wal heranfuhr. Von der Plattform führte ein dicker Schlauch ins Wasser beim Wal, während auf der anderen Seite Wasser und augenscheinlich auch Schlick herausgespült wurde.
Der Wal war - nachdem er drei Wochen an einer Stelle gelegen hatte - am Montagmorgen bei steigendem Wasserstand plötzlich losgeschwommen. Von Booten aus war versucht worden, ihn Richtung Ostsee zu treiben. Nach zwei Stunden stoppte das womöglich schwer erschöpfte Tier aber am Übergang der Bucht namens Kirchsee in den Rest der Wismarbucht, wo deutlich tieferes Fahrwasser Richtung Ostsee führt.
Wal soll Nahrung angeboten werden
Nach Aussage von Umweltminister Till Backhaus (SPD) sollte dem rund zwölf Meter langen Meeressäuger auch Nahrung angeboten werden. Dabei handle es sich um Hering und Shrimps. Der Wal sei natürlich in einem kritischen Zustand, sei aber dennoch vital und habe eine Chance.

Die Lage des Buckelwals hat sich nach Einschätzung des Berliner Walforschers und Meeresbiologen Fabian Ritter seit Montag eher verschlechtert. „Der ragt tatsächlich deutlich weiter aus dem Wasser. Das ist keine gute Sache”, sagte Ritter der Deutschen Presse-Agentur.
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Der Wasserstand vor Poel war im Vergleich zum Vortag gesunken. „Jeder Zentimeter bringt ihn in eine Situation, wo er mehr unter seinem eigenen Gewicht leidet.” Das Tier scheine nun auf Grund zu liegen und nicht weg zu können, sagte Ritter.
Am Dienstagmorgen waren deutlicher als zuvor die Brustflossen des Wals, die sogenannten Flipper zu sehen. Das Tier bewegte diese immer wieder. Die nun deutlicher sichtbaren Bewegungen könne man unterschiedlich interpretieren, sagte Ritter: als Auswirkung davon, dass das Tier weiter aus dem Wasser ragt, oder dass es eine gewisse Bewegungsfreiheit hat. Wie es weitergeht, wird sich am Mittwoch zeigen.
Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, NDR, dpa




