Bis in den späten Abend verladen dänische Experten Teile des Buckelwals auf der Insel Anholt. Das Ende einer Obduktion, die schon am Strand eine Frage ganz sicher beantwortet.
„Wir sind uns zu 100 Prozent sicher, dass es ein Weibchen ist. Wir haben die Gebärmutter gefunden und es gab keine Anzeichen dafür, dass sie in den letzten zwei oder drei Monaten schwanger war."
Mit einem Messer haben die Experten Fettschicht, Fleisch und Organe des toten Wals durchtrennt. Über Stunden, als die stinkenden Gase das aufgeblähte Tier verlassen, sackt es zusammen wie ein platter Ball.
„Wir sind ein ziemlich erfahrenes Team. Wir haben gemeinsam an vielen gestrandeten Walen in Dänemark gearbeitet. Wir sind alle den Geruch gewohnt."
Ja, alles, um Antworten auf noch offene Fragen zu finden. Besonders auf die, woran der Buckelwal starb. Experten hatten Netzreste in Magen und Darm des Tieres vermutet.
„Wir haben bisher nichts Ungewöhnliches gesehen. Wir haben ins Maul geschaut. Ich hatte meine Hand im Hals, ohne etwas zu finden. Wir haben die Mägen geöffnet und nichts gefunden."
Also keine Anzeichen, warum er gestorben ist. Auch Parasiten in Organen können keine klare Todesursache liefern. Anzeichen für Verletzungen durch den Transport des Tieres konnten ebenfalls nicht festgestellt werden. Die Experten erhoffen sich jetzt, durch die Untersuchung von Gewebeproben mehr Antworten zum Tod des Wals zu bekommen.