US-Hinweis führte zur RazziaGroßeinsatz nach Terror-Verdacht

Großrazzia der Bundespolizei mit Schwerpunkt an der Eisenbahnstraße: Einsatzkräfte durchsuchen am frühen Morgen zahlreiche Objekte in Leipzig sowie in Oschatz, Döbeln und Neukieritzsch im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen ein mutmaßliches Schleusernetzwerk. Nach bisherigen Erkenntnissen sollen Beschuldigte ihre Ausweisdokumente an ähnlich aussehende Personen im Ausland weitergegeben haben, um diesen eine unerlaubte Einreise nach Deutschland zu ermöglichen. Razzia Leipzig *** Major raid by the Federal Police with a focus on Eisenbahnstraße Early this morning, officers searched numerous properties in Leipzig as well as in Oschatz, Döbeln and Neukieritzsch in connection with investigations into a suspected smuggling network According
Bei der Razzia waren auch Spezialkräfte im Einsatz (Archivbild).
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Ein Tipp der New Yorker Polizei löst im Norden Deutschlands eine Razzia aus: Spezialkräfte durchsuchen mehrere Objekte einer mutmaßlichen Islamisten-Gruppe. Die Ermittler vermuten, dass die Verdächtigen einen Anschlag vorbereiteten. Außer einem Säbel werden aber keine Waffen gefunden.

Nach einem Hinweis aus den USA haben Ermittler am Morgen bei einer Razzia gegen eine mutmaßliche Terrorgruppe mehrere Objekte in Niedersachsen und Bremerhaven durchsucht. Der Einsatz richtete sich gegen eine Gruppe junger Menschen mit überwiegend syrischer sowie sudanesischer Staatsangehörigkeit im Alter zwischen 17 und 22 Jahren. Im Zentrum der Ermittlungen steht ein 20-jähriger Serbe, wie Polizei und Generalstaatsanwaltschaft Celle mitteilten. Spezialkräfte waren im Einsatz, weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass die Verdächtigen bewaffnet waren.

Die Ermittler gehen dem Verdacht nach, dass die Gruppe eine islamistisch motivierte Gewalttat vorbereitet haben könnte. Festnahmen gab es aber nicht, weil zunächst nichts gefunden wurde, was eindeutig zur Vorbereitung eines Anschlags hätte dienen können. Ermittelt wird wegen des Verdachts einer geplanten schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Die Polizisten durchsuchten Objekte in Cadenberge im Landkreis Cuxhaven sowie in Bremerhaven, wie Polizei und Generalstaatsanwaltschaft Celle mitteilten.

Bei den Durchsuchungen stellten die Einsatzkräfte nach Angaben der Polizei einen Säbel, Datenträger, Mobiltelefone und zwei Anscheinswaffen sicher - also Gegenstände, die echten Schusswaffen täuschend ähnlich sehen, aber keine echten Waffen sind. Scharfe Schusswaffen oder Dinge, die eindeutig zur Vorbereitung eines Anschlags dienen könnten, seien nicht gefunden worden. Daher und unter Berücksichtigung vorangegangener Ermittlungen seien bisher keine Festnahmen erfolgt, sagte eine Sprecherin der Polizei auf Nachfrage.

Der erste Hinweis kam Behörden zufolge von der Polizei in New York. Das Bundeskriminalamt gab die Informationen an die Ermittler in Niedersachsen weiter, die weiter recherchierten. Federführend ist die Generalstaatsanwaltschaft Celle.

Verwendete Quellen: uzh/dpa