Terror-Verdacht im SaalMesser-Attentäter hinter Glaswand! So hart wird er bewacht

Ein 14-Jähriger stirbt im Februar 2025 bei einem Messerangriff im österreichischen Villach, fünf Menschen werden schwer verletzt. Nun beginnt der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter. Reue zeigt der Angeklagte bislang nicht. Die Staatsanwältin spricht von einer „Blitzradikalisierung“ des Islamisten.
Nach einem Messer-Attentat mit einem Toten und fünf Verletzten im österreichischen Villach hat der Prozess gegen den mutmaßlich islamistischen Angreifer unter strengen Sicherheitsvorkehrungen begonnen. Der 24-jährige Syrer nahm im Landesgericht Klagenfurt hinter einer eigens errichteten Glaswand Platz, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete. Er wurde von maskierten Beamten bewacht. Seine Handschellen wurden ihm für den Prozess nicht abgenommen.
Angeklagt ist der junge Mann unter anderem wegen Mordes und Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung - konkret wegen seiner Verbindung zum Terrornetzwerk Islamischer Staat (IS). Er hat die Tat gestanden.
Der Flüchtling hatte am 15. Februar 2025 auf sechs Passanten in Villach im südlichen Bundesland Kärnten eingestochen. Der Angriff dauerte nach Angaben der Staatsanwältin weniger als zwei Minuten, wie die APA berichtete. „Er wollte, dass jedes Opfer stirbt und dass noch viel mehr Menschen sterben“, sagte sie demnach.
Das erste und jüngste Opfer war ein 14-Jähriger, den der Attentäter an sich heranzog und in die Brust stach, hieß es. Der Junge starb nach dem Angriff. Vier der fünf anderen Opfer wurden laut der Anklage lebensgefährlich verletzt. Der Syrer wurde von einem ebenfalls syrischen Essenslieferanten gestoppt, der den Verdächtigen mit seinem Fahrzeug anfuhr.
Der Angreifer hatte die Tat gegenüber der Polizei gestanden. „Was ich gemacht habe, war korrekt“, zitierte die APA aus seinem Verhörprotokoll. Dem fügte er vor Gericht vorerst nichts hinzu. Er habe schon alles gesagt, sagte er laut dem Bericht der Nachrichtenagentur.
Der Syrer hatte 2020 in Österreich Asyl beantragt und erhalten. Ab 2024 habe er sich immer mehr isoliert, so die Staatsanwältin, die laut APA von einer „Blitzradikalisierung“ sprach. Zwei Tage vor der Tat habe der Mann auf der Plattform Tiktok ein Video aufgenommen, in dem er dem IS die Treue geschworen habe. Er habe demnach in dem Video auch davon gesprochen, dass er Ungläubige „wie Schafe schlachten“ werde. Dem Angeklagten drohen bis zu 20 Jahre oder lebenslange Haft. Ein Urteil könnte bereits am Donnerstag fallen.
Verwendete Quellen: sba/dpa

