Neue Technik für SicherheitNach Schock-Momenten auf der Wiesn! KI-Kameras passen jetzt auf die Massen auf

München, 28.9.2025 / Thema: Oktoberfest / Wiesn 2025 Platzkonzert vor der Bavaria
Um den Wiesn-Besuch unter der Woche attraktiver zu machen, soll die Musik in den Zelten eine Stunde früher beginnen dürfen.
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Rund anderthalb Monate vor dem Start des 191. Oktoberfestes laufen die Planungen auf Hochtouren. Im Vorjahr musste das größte Volksfest der Welt wegen Überfüllung zeitweise schließen. Die Stadt München will die Besucherströme künftig stärker entzerren.

Nach Schockmomenten auf der überfüllten Wiesn im vergangenen Jahr soll nun einiges anders werden auf dem Oktoberfest: KI-gestützte Kameras sollen zu große Ansammlungen erkennen - und schnell Alarm schlagen. „Man sieht ganz frühzeitig: Wo braut sich was zusammen“, sagte Wiesn-Chef Christian Scharpf. „Damit es nicht mehr zu so punktuellen Überfüllungssituationen kommen kann wie im letzten Jahr.“ Das Thema Sicherheit habe Priorität.

Darum werden „Crowdmanagement und Besucherlenkung“ verbessert, wie Scharpf ankündigte. Dafür gibt es in diesem Jahr zum ersten Mal eine Koordinierungsstelle, die vor allem die Kommunikation und den Informationsfluss zwischen Sicherheitsbehörden und Stadt verbessern soll. Dafür macht das Wiesn-Fundbüro Platz und zieht in das Verkehrszentrum des Deutschen Museums.

Wie die Stadt bereits mitgeteilt hat, soll bei dem Ziel, die Wiesn sicherer zu machen, auch die Blasmusik eine Rolle spielen. Um den Besuch der Wiesn auch unter der Woche für internationale Gäste attraktiver zu machen, soll die Musik in den Zelten eine Stunde früher beginnen dürfen. Ziel ist „die Verlagerung der Besuchszeiten der internationalen Gäste auf die Wochentage“, wie es in einer Änderung der Betriebsvorschriften für die Wiesn 2026 heißt. Damit soll verhindert werden, dass es vor allem an Wochenenden wieder zu Überfüllungen kommt. Es soll allerdings „keine aufheizende Musik“ geben, wie Scharpf betonte. Diese solle es erst abends geben, betonte der Wiesn-Chef.

Im vergangenen Jahr war das Fest womöglich knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt. Am zweiten Wiesn-Samstag, dem sogenannten Italiener-Samstag mit vielen Gästen aus dem Ausland, wurde es vor den Festzelten so voll, dass es für Tausende Besucher weder vor- noch zurückging. Durchsagen, das Festgelände werde aus Sicherheitsgründen geschlossen, nannten zunächst keinen Grund - was zusätzlich Angst unter den Festgästen schürte.

Das 191. Münchner Oktoberfest, das größte Volksfest der Welt, startet in diesem Jahr am 19. September. Für das berühmte „O’zapft is“ ist erstmals der neue grüne Oberbürgermeister Dominik Krause zuständig, der den langjährigen Amtsinhaber Dieter Reiter von der SPD an der Stadtspitze abgelöst hat.

Verwendete Quellen: bho/dpa