Schockierender Fall in ÖsterreichAuf 14 Kilo abgemagert! Tiroler Eltern ließen Tochter (7) fast verhungern

Krankenhaus Innsbruck
Das siebenjährige Mädchen wurde in einem lebensbedrohlichen Zustand ins Krankenhaus von Innsbruck eingeliefert
picture alliance | CHROMORANGE / Weingartner

Ihr Zustand schockierte selbst erfahrene Ärzte!
In Österreich ist ein siebenjähriges Mädchen in einem lebensbedrohlichen Zustand in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Das Kind war stark unterernährt und wirkte verwahrlost. Erst als ihre Tochter dem Tod nah war, suchten ihre Eltern offenbar Hilfe. Jetzt sitzen sie in Haft.

Kind war stark unterernährt und verwahrlost

Als Ärzte das Mädchen am 28. April in der Klinik Innsbruck sahen, stockte ihnen der Atem. Wie die Tiroler Behörden mitteilen, befand sich die Siebenjährige in einem „augenscheinlich verwahrlosten und lebensbedrohlichen Gesundheitszustand“. Laut heute.at soll das Kind nur noch rund 14 Kilogramm gewogen haben. Auch die Staatsanwaltschaft spricht von einem „massiv abgemagerten“ Zustand.

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Aktuell befinde sich das Mädchen noch in stationärer Behandlung. Inzwischen gehe es ihr etwas besser, doch laut Ermittlern ist der Zustand weiterhin „sehr schlecht, aber derzeit nicht akut lebensbedrohlich“.

Schwere Vorwürfe gegen die Eltern

Nachdem sie ihre Tochter in die Klinik gebracht hatten, waren die Mutter (40) und der Vater (35) zunächst für die Behörden nicht erreichbar. Die Staatsanwaltschaft reagierte und ordnete die Festnahme des Paares an. Am 11. und 12. Mai 2026 stellten sich die beiden Beschuldigten schließlich selbst bei der Polizei. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurden sie in die Justizanstalt Innsbruck eingeliefert. Ein Antrag auf Untersuchungshaft wurde gestellt.

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Den Eltern wird vorgeworfen, ihre Fürsorgepflicht über einen längeren Zeitraum grob vernachlässigt zu haben, und es unterlassen zu haben, rechtzeitig die medizinische Versorgung der Siebenjährigen zu gewährleisten. Gegen das Paar wird wegen des Verdachts auf Quälen oder Vernachlässigen unmündiger, jüngerer oder wehrloser Personen ermittelt. Konkrete Aussagen zu den Vorwürfen machten die Eltern bislang nicht.

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Nachbarn im Tiroler Oberland sind fassungslos

Das Mädchen habe zudem an einer „seltenen und schwer zu behandelnden Hauterkrankung” gelitten, heißt es weiter. Dies habe mit den Vorwürfen gegen die Eltern nichts zu tun, betonte Hansjörg Mayr, der Sprecher der Innsbrucker Staatsanwaltschaft. Allerdings seien die Symptome dieser Erkrankung bei Einlieferung in das Krankenhaus extrem ausgeprägt gewesen. Das lasse darauf schließen, dass das Mädchen über längere Zeit nicht entsprechend medizinisch behandelt bzw. versorgt worden sei.

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Im Tiroler Oberland, wo die Familie lebt, sorgte der Fall für Entsetzen. Wie die Kronen Zeitung berichtet, zeigten sich Nachbarn und Bekannte schockiert, dass das Leid des Kindes offenbar so lange unbemerkt blieb. Nach außen hin habe die Familie demnach ein intaktes Bild gewahrt. Der Vater sei im Dorfgeschehen der 1.000-Seelen-Gemeinde durchaus präsent gewesen, die Mutter eher weniger, sagte der Bürgermeister der österreichischen Zeitung. Ein Grund dafür, dass das Drama nicht schon früher aufgefallen ist, könnte sein, dass das Mädchen keine Schule besucht habe. Dem Bericht zufolge sei sie zu Hause unterrichtet worden. Die Ermittlungen des Landeskriminalamts Tirol laufen weiter.

Verwendete Quellen: Kronen Zeitung, heute.at, OE24, Merkur