Gemeinde widerspricht Besucherin„Männer im Damenbereich” – Frau beklagt sich bitter nach Freibadbesuch

„Erhebliches Unwohlsein entstanden.”
Nach einem Freibadbesuch fühlt sich eine Frau verunsichert und erhebt schwere Vorwürfe gegen eine Gruppe im Damenbereich. Die Gemeinde reagiert umgehend – und schildert den Vorfall völlig anders. Jetzt sorgt der Fall in Österreich für Diskussionen.
Eine Beschwerde mit Folgen
Seit rund 15 Jahren besucht die Frau nach eigenen Angaben regelmäßig das Freibad im österreichischen Ebergassing. Nach einem Besuch Ende Juni will sie dort jedoch etwas erlebt haben, das sie bis heute beschäftigt. In einem Schreiben an die niederösterreichische Landeshauptfrau, ihren Stellvertreter und an die Redaktion von Heute.at schildert sie, sie habe im Damen-Umkleidebereich eine Gruppe von etwa acht Männern gesehen. Nach ihrer Wahrnehmung habe es sich um Männer mit Migrationshintergrund gehandelt. Entscheidend sei für sie jedoch gewesen, dass sich Männer in einem ausdrücklich als Damenbereich gekennzeichneten Bereich aufgehalten hätten.
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„Dadurch ist bei mir ein erhebliches Unwohlsein entstanden.“ Nach ihren Angaben habe sie den Vorfall dem Personal gemeldet. Zwei Mitarbeiterinnen hätten die Gruppe daraufhin aufgefordert, den Damenbereich zu verlassen. Dieser Aufforderung sei jedoch nicht nachgekommen worden. Stattdessen seien die Mitarbeiterin und auch sie selbst beleidigt worden.
Die Frau betont zugleich, dass sie durchaus Verständnis für Ausnahmesituationen habe – etwa wenn ein Vater mit einem kleinen Kind kurz den Damenbereich betreten müsse. Ein längerer Aufenthalt mehrerer Männer sei für sie jedoch etwas völlig anderes gewesen. „Das hat bei mir sowie vermutlich auch bei anderen Badegästen ein Gefühl der Unsicherheit ausgelöst.“
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Gemeinde weist Vorwürfe zurück
Die Gemeinde Ebergassing schildert den Vorfall deutlich anders. Nach Gesprächen mit den anwesenden Mitarbeiterinnen habe sich die Darstellung der Frau nicht bestätigt. Es habe sich nach Angaben der Gemeinde nicht um erwachsene Männer gehandelt, sondern um Kinder beziehungsweise Jungen im Alter von etwa zehn Jahren.
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Dennoch nehme man die Beschwerde ernst. Die Verantwortlichen kündigten an, die internen Abläufe noch einmal zu überprüfen, um ähnliche Missverständnisse künftig möglichst zu vermeiden. Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen seien derzeit jedoch nicht geplant. Aus Sicht der Gemeinde handelt es sich um einen Einzelfall. Generell gebe es im Freibad keine auffälligen Sicherheitsprobleme.
Nach dem Vorfall kündigte die langjährige Besucherin an, das Freibad künftig nicht mehr aufsuchen zu wollen.
Verwendete Quellen: Heute.at


