Skandal auf MarineschiffMatrosin beim Sex heimlich beobachtet – Kameraden schauen live zu

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Zwei Matrosen haben Sex im Maschinenraum, doch die junge Frau weiß nicht, dass sie beobachtet wird (Symbolbild).
Bernd Wüstneck/dpa

Sie glaubt, mit ihrem Kollegen im Maschinenraum allein zu sein!
Doch während die beiden Sex haben, verfolgen bis zu 15 weitere Matrosen die intimen Szenen über eine Überwachungskamera. Einige zücken sogar ihre Handys – jetzt hat ein Militärgericht zwei Männer verurteilt.

Junger Mann weiß von Kamera im Maschinenraum

Der Vorfall ereignet sich auf einem Marineschiff der niederländischen Streitkräfte. Eine Matrosin trifft sich dort mit einem 24 Jahre alten Kollegen im Maschinenraum. Der Sex zwischen den beiden ist nach Feststellung des Militärgerichts in Arnheim einvernehmlich.

Was die Frau allerdings nicht weiß: Sie sind nicht unbeobachtet. Laut Gericht macht der 24-Jährige seiner Kameradin weis, dass niemand sie sehen könne. Dabei weiß er, dass ein 25 Jahre alter Kollege die beiden über eine Überwachungskamera beobachtet. Doch es bleibt nicht beim Zuschauen. Der 25-Jährige verbreitet die Bilder per Livestream. Zehn bis 15 weitere Matrosen verfolgen nach Angaben des Gerichts die intimen Szenen. Einige filmen den Stream sogar mit ihren Handys.

Matrosen verbreiten intime Bilder der Kameradin

Der 25-Jährige fertigt außerdem Fotos und Ausdrucke der Überwachungsbilder an. Damit habe er die intimen Aufnahmen der Frau unerlaubt öffentlich gemacht, urteilt das Militärgericht.

Für die Richter ist das Verhalten der Männer ein schwerer Vertrauensbruch. Die Matrosen hätten das Vertrauen ihrer Kameradin „schwer missbraucht“ und ihre sexuelle Integrität „grob verletzt“. Auch der starke Alkoholkonsum an diesem Abend ist für das Gericht keine Entschuldigung. Das Verhalten sei „vollkommen inakzeptabel“. Diese Kritik richtet sich ausdrücklich auch an die übrigen Matrosen, die den Livestream verfolgt haben.

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Militärgericht verurteilt zwei Matrosen

Die beiden Männer werden zu gemeinnütziger Arbeit sowie jeweils einer militärischen Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Außerdem müssen sie der betroffenen Frau gemeinsam rund 11.000 Euro Schadenersatz zahlen.

Besonders schwer wiegen für das Gericht auch die langfristigen Folgen für die Matrosin. Es sei sehr wahrscheinlich, dass die Geschichte innerhalb des niederländischen Verteidigungsministeriums noch lange weitererzählt werde – und die Frau dadurch immer wieder mit dem Geschehen konfrontiert werde. (anr)

Verwendete Quelle: dpa