Quecksilber-Alarm in Neustadt-Glewe! Blumen-Paket bringt zwei Frauen ins Krankenhaus

Pakete vor der Wohnungstür
Als die beiden Frauen das Paket mit der Blumen-Bestellung öffnen, wissen sie noch nicht, was sie dort Gefährliches erwartet. (Symbolbild)
Sven Hoppe/dpa

Sie hat sich doch nur Blumen gewünscht!
Als zwei Frauen in Neustadt-Glewe ein Paket öffnen, entwickeln sie plötzlich beunruhigende Symptome. Sie landen kurzerhand im Krankenhaus. Der Verdacht: eine Quecksilber-Kontamination!

Frauen öffnen Blumen-Paket – dann wird ihnen plötzlich schlecht

Eigentlich beginnt alles mit einer harmlosen Blumenbestellung: Eine Frau kauft im Internet einen großen Blumenstrauß. Doch als das Paket in Neustadt-Glewe (Mecklenburg-Vorpommern) ankommt und von der Käuferin und einer weiteren Frau (19 und 28) am Freitagnachmittag geöffnet wird, machen sie laut NDR eine beunruhigende Entdeckung: eine silbrige Flüssigkeit, die beim Auspacken aus dem Paket austritt!

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Kurz darauf klagen beide Frauen über Übelkeit und Kopfschmerzen. Sie müssen zur Behandlung ins Krankenhaus. Noch ist unklar, womit die beiden Frauen überhaupt in Kontakt gekommen sind – doch der Fund löst einen Großeinsatz aus.

Großeinsatz in Mehrfamilienhaus in Neustadt-Glewe – wegen Quecksilber-Verdacht

Während die beiden Frauen ärztlich behandelt werden, läuft vor ihrem Zuhause ein großer Gefahrgut-Einsatz. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Rostock werden die betroffene Wohnung und der dazugehörige Aufgang des Mehrfamilienhauses noch am Freitag geräumt.

Denn schnell steht ein beunruhigender Verdacht im Raum: Könnte es sich etwa um eine Quecksilber-Kontamination handeln? Um diese Frage zu klären, rücken laut dem Polizeipräsidium Rostock sogar „Spezialkräfte der Feuerwehr aus Hamburg” an. Diese sollen nicht nur die Ursache klären, sondern auch das Ausmaß der Kontamination.

Am Samstag teilt die Polizei schließlich ihr Ergebnis mit – und bestätigt: Es handelt sich tatsächlich um Quecksilber!

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Ermittlungen wegen „Versuch der gefährlichen Körperverletzung” laufen

Für die beiden Frauen gibt es in der Nacht zum Samstag zumindest gesundheitlich Entwarnung: Wie das Polizeipräsidium Rostock mitteilt, können die 19-Jährige und die 28-Jährige das Klinikum in Rostock wieder verlassen. Auch die übrigen Bewohner dürfen zurück: Gegen 9.30 Uhr wird der zuvor geräumte Hausaufgang wieder freigegeben. Nur die betroffene Wohnung bleibt vorsorglich noch eine Woche gesperrt.

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Doch wie das Quecksilber überhaupt in die Blumen-Lieferung gelangt ist, bleibt weiter unklar. Auch die Herkunft der Blumen ist laut Polizei Gegenstand der Ermittlungen. Die Kriminalpolizei ermittelt gegen Unbekannt „wegen des Verdachts des unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Stoffen und dem Versuch der gefährlichen Körperverletzung”. Einen Anschlag schließt die Polizei laut NDR aus.

Verwendete Quellen: Polizeipräsidium Rostock, Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern, NDR