Entsetzen nach Moped-Unfall in BiesenthalVier junge Menschen totgerast! An der Unfallstelle fließen unzählige Tränen

Ein Vater kniet vor den Blumen für seinen toten Sohn – völlig aufgelöst vor Trauer.
Nur wenige Stunden zuvor hatte ein Autofahrer (61) den 19-Jährigen und drei Freunde auf ihren Mopeds im brandenburgischen Biesenthal bei einem riskanten Überholmanöver totgerast. Nach RTL-Informationen wollten die Freunde gerade zu dem McDonalds in Bernau. Am Morgen nach dem Horror-Crash kommen immer mehr Angehörige und Freunde zur Unglücksstelle, um Abschied zu nehmen.

Angehörige trauern um Verstorbene – Vater kniet völlig aufgelöst nieder

Rote und weiße Rosen, brennende Grablichter und vier kleine Rosenstöcke erinnern an die Leben, die hier so plötzlich und viel zu früh ausgelöscht wurden: Dort, wo am Mittwochabend (7. Oktober) ein Autofahrer bei einem riskanten Überholmanöver vier junge Menschen auf ihren Mopeds aus dem Leben riss, spielen sich am nächsten Morgen herzzerreißende Szenen ab.

Immer mehr Angehörige und Freunde kommen zur Unfallstelle bei Biesenthal in Brandenburg, legen Blumen nieder und nehmen unter Tränen Abschied von ihren Liebsten.

Trauer und Fassungslosigkeit am Unfallort: Angehörige gedenken der vier jungen Menschen, die bei dem schrecklichen Moped-Unfall in Biesenthal ums Leben kamen.
Trauer und Fassungslosigkeit am Unfallort: Angehörige gedenken der vier jungen Menschen, die bei dem schrecklichen Moped-Unfall in Biesenthal ums Leben kamen.
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Doch zwischen den Blumen liegen auch ganz persönliche Erinnerungsstücke: eine Schutzbrille und Teile von Mopeds – Andenken und persönliche Gegenstände der Verstorbenen. Auch ein Foto erinnert an eines der Todesopfer: es soll der 15-Jährige sein, der bei dem schrecklichen Unfall sein Leben verloren hat.

Zwischen Blumen und Kerzen liegen auch eine Schutzbrille und Fahrzeugteile – persönliche Erinnerungsstücke der Opfer.
Zwischen Blumen und Kerzen liegen auch eine Schutzbrille und Fahrzeugteile – persönliche Erinnerungsstücke der Opfer.
Privat

Unter den Trauernden ist auch der Vater eines getöteten 19-Jährigen. An der Stelle, an der sein Sohn nur wenige Stunden zuvor sein Leben verloren hat, sinkt der Mann vor den niedergelegten Blumen auf die Knie. Der Schmerz über den Verlust ist ihm deutlich anzusehen. Völlig aufgelöst kniet er bei der Gedenkstelle – ein Vater, der um seinen Sohn trauert.

Stiefbruder (16) berichtet: Familie erfährt erst Stunden später vom Tod

Neben dem trauernden Vater ist auch der erst 16 Jahre alte Stiefbruder des getöteten 19-Jährigen an der Unglücksstelle: RTL erzählt er, wie die Familie von dem schrecklichen Unfall erfahren hat. Erst gegen 23 Uhr am Mittwochabend erreicht sie die Nachricht eines Freundes – da liegt die Tragödie bereits mehr als drei Stunden zurück. Die Angehörigen machen sich sofort auf den Weg zum Unfallort.

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Besonders erschütternd: Nach Angaben des Jugendlichen soll sein Stiefbruder die Gruppe aus insgesamt vier Mopeds angeführt haben – und damit ganz vorne gefahren sein, als es zu dem tödlichen Zusammenstoß kam.

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Moped-Unfall bei Biesenthal: Polizei ermittelt gegen Autofahrer (61)

Der schwere Verkehrsunfall ereignete sich am Mittwochabend gegen 19.40 Uhr auf der Landesstraße 200 zwischen Biesenthal und Wullwinkel im Landkreis Barnim. Nach Angaben der Polizei wollte ein 61 Jahre alter Autofahrer mehrere Fahrzeuge überholen. Dabei soll er drei entgegenkommende Mopeds übersehen haben, mit denen sein Wagen zusammenstieß.

Lese-Tipp: Autofahrer rast vier Mopedfahrer in Brandenburg tot

Für die drei Mopedfahrer im Alter von 15, 16 und 19 Jahren sowie eine 14-jährige Mitfahrerin kam jede Hilfe zu spät. Alle vier starben noch an der Unfallstelle. Ein weiterer Mopedfahrer konnte dem Auto ausweichen und blieb unverletzt. Der 61-Jährige erlitt schwere Verletzungen und wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen.

Inzwischen hat die Polizei in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren wegen fahrlässiger Tötung in vier Fällen eingeleitet. Wie genau es zu dem folgenschweren Zusammenstoß kommen konnte, ist noch unklar.

Auffällig ist: Die Landstraße ist im Bereich der Unfallstelle nach RTL-Informationen über eine längere Strecke einsehbar. Warum der Autofahrer die entgegenkommenden Mopeds bei seinem Überholmanöver offenbar trotzdem nicht rechtzeitig bemerkte, müssen nun die Ermittlungen zeigen.

Polizeisprecher: „Vorbereitet darauf kann man nicht sein“

Nicht nur die Angehörigen stehen nach der Tragödie unter Schock. Auch für die Einsatzkräfte, die am Mittwochabend zur Unfallstelle gerufen wurden, sind die Bilder nur schwer zu verarbeiten. „Ein Verkehrsunfall in diesem Ausmaß ist zweifelsohne ein außergewöhnliches Ereignis. Vorbereitet darauf kann man nicht sein“, erklärt Polizeisprecher Marcel Patzball von der Polizeidirektion Ost im RTL-Gespräch.

Deshalb waren noch am Abend Notfallseelsorger im Einsatz, um Angehörige und Rettungskräfte zu betreuen. Auch den Polizisten stehen spezielle Hilfsangebote zur Verfügung.

Am Tag danach bleibt vor allem die Trauer: Wo sich am Mittwochabend noch das schreckliche Unglück ereignete, erinnern nun Blumen und Kerzen an vier junge Menschen, die ihr Leben verloren haben.

Verwendete Quellen: eigene RTL-Recherche, Polizeidirektion Ost