„Plötzlich gibt’s eine Chance” Erneut gestrandet oder doch nur eine Pause? Drama um Wal Timmy

Rettungsaktion für den Buckelwal
Der Buckelwal vor der Insel Poel schlägt mit seiner Schwanzflosse.
jbu eis, Jens Büttner/dpa, Jens Büttner

Timmy kann sich frei bewegen – ein gutes Zeichen!
Der Wetterumschwung hat Hoffnung auf eine Rettung des in der Ostsee festsitzenden Wals gemacht, sagt Umweltminister Till Backhaus. Am Montagmorgen schwimmt Timmy dann wirklich los und sogar alleine in die richtige Richtung. Doch plötzlich verharrt der Wal wieder – und bekommt eine Pause von der Rettungsaktion.

Wal legt die ersten Kilometer zurück

Kurz nach dem Losschwimmen verharrt der Buckelwal derzeit wieder vor der Insel Poel bei Wismar. Nach Kenntnis des Schweriner Umweltministeriums soll er aber nicht erneut gestrandet sein. Helfer auf den Booten gingen davon aus, dass sich das Tier frei bewegen könne, sagte eine Ministeriumssprecherin. Allerdings lasse man dem Tier aktuell eine Pause. Es habe am Morgen schätzungsweise drei bis fünf Kilometer zurückgelegt.

Umweltminister Backhaus: „Plötzlich gibt’s eine Chance”

Das Wetter habe den Helfern laut Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) in die Karten gespielt. „Manchmal ist es so im Leben, plötzlich gibt’s eine Chance und das regelt sich alles von allein”, sagte er der Deutschen Presse-Agentur am Vormittag. Die deutliche Wetterveränderung habe 60 bis 70 Zentimeter mehr Wasserhöhe am Wal gebracht.

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„Unsere Strategie geht ja doch auf mit der Initiative”, hoffte Backhaus. Der große Meeressäuger sei am Morgen mit verhältnismäßig hoher Geschwindigkeit unterwegs gewesen, „nämlich zwischen fünf und sieben Knoten“. Das sind etwa 9 bis 13 Kilometer pro Stunde. Geleitet von mehreren Booten schwamm der Wal erst mehrfach hin und her, dann anhaltend in die richtige Richtung – bis er allerdings erneut am Ende der Kirchsee genannten Bucht stoppte.

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Timmy könnte einen Sender bekommen

Wenn der Wal für längere Zeit abtauche, könne eine Ortung zum Problem werden, sagte Bachhaus. Zunächst bewegte sich das Tier aber anhaltend gar nicht weiter.

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Zur Verfolgung des Buckelwals war auch ein Sender im Gespräch. Dieser soll nach Möglichkeit noch angebracht werden, heißt es vom Umweltministerium. Sollte sich die Gelegenheit bieten, könnte das Tier in Kürze mit einem Sender zur Ortung versehen werden, sagte eine Ministeriumssprecherin. (okr)

Verwendete Quellen: dpa