Umweltschützer in Sorge!Bootslärm und ständige Aktivität sind „Megastress“ für Wal Timmy – warnt Greenpeace

18.04.2026, Mecklenburg-Vorpommern, Kirchdorf: Ein Helfer korrigiert den Wasserstrahl zur Befeuchtung des Rückens des gestrandeten Buckelwals vor der Insel Poel. Der Rücken des Wals ist mit Tüchern abgedeckt. Für den bei Wismar gestrandeten Buckelwal soll ein neuer Rettungsversuch erfolgen. Umgesetzt werden soll das Konzept von einer privaten Initiative.
Der gestrandete Buckelwal soll nun endlich gerettet werden.
Bernd Wüstneck/dpa

Braucht Timmy eine Pause?
Der gestrandete Buckelwal erlebt vor Poel nach Einschätzung von Greenpeace großen Stress. Der Wal habe die letzten Jahre ohne Kontakt zu Menschen verbracht. Von Menschen bis Motorenlärm sei durch die Rettungsaktion derzeit ständig Aktivität rund um das Tier!

Enormer Stress für den Wal

Nach Einschätzung der Umweltorganisation Greenpeace bedeutet die aktuelle Situation für den Buckelwal vor Poel eine hohe Stressbelastung. „Das ist natürlich ein Megastress für das Tier”, sagte ein Organisationssprecher. Das Tier müsse sich erst einmal von den vergangenen Tagen erholen und sei jetzt Motorenlärm von den Booten ausgesetzt. „Der Stress für das Tier ist enorm.”

Lese-Tipp: Sitzt er wieder fest? Wal Timmy schwimmt nicht mehr

Geschwächt oder desorientiert?

Der Meeressäuger war am Morgen losgeschwommen. Dabei wechselte er mehrfach die Richtung – mit Kirchdorf am Ende der einen Seite der Bucht und dem Weg in die Ostsee auf der anderen. Letztlich schwamm er, geleitet von Booten, anhaltend in die richtige Richtung – bis er am Ende der genannten Bucht längere Zeit stoppte. Wie der Livestream vermuten lässt, könnte der Wal dort erneut festsitzen.

Lese-Tipp: Deutschland bangt mit Buckelwal Timmy – eine Chronologie der Ereignisse

Es gibt Vermutungen von Wal-Beobachtern zum Hin- und Herschwimmen am Morgen, dass das Tier so geschwächt sein könnte, dass es versucht, in Küstennähe zu bleiben. Eine andere Erklärungsmöglichkeit wäre demnach, dass der Wal so desorientiert ist, dass er den Weg zurück ins offene Meer nicht findet. (okr)

Verwendete Quellen: dpa