Liveticker zum Grenz-DramaFast 50.000 Migranten stürmen spanische Exklave Ceuta - Madrid entsendet Soldaten

von Camilla Koziol

Größter Ansturm seit 2021!
Etwa 49.000 Migranten haben Polizeiangaben zufolge binnen weniger Tage die Grenze von Marokko zur spanischen Exklave Ceuta in Nordafrika gestürmt. Die Ankunft von Migranten aus Marokko ging auch in der Nacht und am Morgen weiter, wie es am Freitag (31. Juli) aus Polizeikreisen in Ceuta hieß. Bisher seien 18 Migranten beim Versuch, die EU zu erreichen, ums Leben gekommen. In unserem Liveticker informieren wir euch stets über die neuesten Entwicklungen.

Andrang löst eine schwere Krise aus

Camilla Koziol

Frankreich verstärkt Grenzkontrollen wegen Ceuta-Andrang

Frankreich verschärft angesichts des Andrangs von Migranten in der spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta seine Kontrollen an der Grenze zu Spanien. Angesichts der Lage in Ceuta habe er bereits am Donnerstagabend Anweisungen erteilt, die Kontrollen an der spanischen Grenze unverzüglich zu verstärken, teilte Frankreichs Innenminister Laurent Nuñez mit.

Außerdem werde die schnelle Eingreiftruppe der Grenzschutzbehörde für Kontrollen auch im Hinterland eingesetzt. Die bislang an der Grenze zu Italien zur Kontrolle der Migration eingesetzte Einheit besteht aus Kräften der Polizei, Gendarmerie, des Zolls sowie aus Soldaten der Anti-Terror-Gruppe Sentinelle.

In der Exklave Ceuta ist die Lage weiter angespannt, die in den vergangenen Tagen Tausende Menschen von Marokko aus überwiegend schwimmend erreicht haben.


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Erschöpft kommen die Menschen in Spanien an

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Militär greift ein

Der ungewöhnliche Andrang löste am Donnerstag eine schwere Krise aus. Die spanische Regierung setzt dort erstmals seit dem Massenzustrom von Mai 2021 wieder Militär zur Unterstützung der Grenzsicherung ein. Ministerpräsident Pedro Sánchez wollte am Freitag in das Gebiet an der Meerenge von Gibraltar reisen, um sich vor Ort ein Bild der Lage zu machen.
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49.000 Migranten überqueren Grenze nach Ceuta in der Nacht

Im Mai 2021 kamen innerhalb von 36 Stunden mehr als 8.000 Menschen

Mindestens 19 Menschen kamen dabei bisher ums Leben. Es ist die größte Zahl von nach Ceuta gekommenen Migranten seit 2021. In der Nacht und auch am Freitagmorgen kamen demnach weiter Hunderte Menschen über die Grenze, aber viele kehrten auch zurück. Die Lage habe sich etwas entspannt, hieß es.

Verwendete Quellen: dpa, AFP