Massenansturm auf EU-Grenze49.000 Migranten überqueren Grenze nach Ceuta in der Nacht
49.000 Menschen in nur 24 Stunden!
Binnen eines Tages erreicht die spanische Exklave Ceuta ein gewaltiger Zustrom von Migranten. Die fast 50.000 Menschen seien aus Marokko über Land und das Meer gekommen – und kämpfen nun in Spanien um eine neue Heimat. Die Lage vor Ort ist angespannt. Die schockierenden Szenen seht ihr oben im Video.
Ceuta wird von fast 50.000 Migranten überrannt – 18 Tote!
Die spanische Exklave Ceuta einen der größten Migrationsanstürme ihrer Geschichte. Nach Angaben des spanischen Innenministeriums erreichten innerhalb von 24 Stunden rund 49.000 Migranten das an der nordafrikanischen Küste gelegene Gebiet. Darüber berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.
Ceuta gehört zu Spanien und damit zur Europäischen Union. Die Exklave grenzt direkt an Marokko und gilt seit Jahren als einer der wichtigsten Zugangspunkte für Migranten, die Europa erreichen wollen. Hier erhoffen sich die Menschen ein besseres Leben.

Doch der Ansturm hat auch seinen Preis: Die Aufnahmezentren sind völlig überfüllt. Menschen müssen unter freien Himmel schlafen. Der Ansturm hat nach AFP-Informationen allerdings auch Todesopfer gefordert. Insgesamt 18 Migranten kamen demnach ums Leben, als sie versuchten, Ceuta zu erreichen. Weitere Details zu den Umständen wurden zunächst nicht bekannt.
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„Die ganze Nacht über gab es einen stetigen Zustrom von Menschen”
Bereits in den Tagen zuvor hatten mehr als 1.500 Migranten die spanische Exklave erreicht. Laut AFP schienen die Polizei und Guardia Civil zu diesem Zeitpunkt jedoch noch kaum gegen den Ansturm vorzugehen.
„Die ganze Nacht über gab es einen stetigen Zustrom von Menschen”, soll es aus Polizeikreisen heißen, so die AFP. Obwohl nachts weniger Menschen ankamen als tagsüber, seien weiterhin Migranten über Land und das Meer nach Ceuta gelangt. Auch am Freitagmorgen (31. Juli) habe der Zustrom angehalten.
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Dass die Zahl der Ankommenden plötzlich so rasant gestiegen ist, könnte auch mit einer aktuellen Entscheidung der spanischen Justiz zusammenhängen. Wie die Tagesschau berichtet, stellte das Oberste Gericht Anfang Juli klar, dass Migranten, die auf dem Seeweg nach Ceuta oder in die ebenfalls spanische Exklave Melilla gelangen, nach ihrer Ankunft nicht mehr automatisch nach Marokko zurückgebracht werden dürfen.
Nach Angaben der Guardia Civil nahm die Zahl der Überfahrten seitdem spürbar zu. Der Donnerstag habe dann jedoch alle bisherigen Entwicklungen übertroffen. Ein Sprecher sprach laut Tagesschau von einer regelrechten „Explosion” der Ankünfte.
Spanische Regierung reagiert mit Militäreinsatz
Die spanische Regierung reagierte auf die Lage und entsandte Soldaten nach Ceuta, um die örtlichen Sicherheitskräfte zu unterstützen, so Reuters. Auch Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez wollte sich am Freitag gemeinsam mit Innenminister Fernando Grande-Marlaska ein Bild der Lage am Grenzübergang Tarajal machen, berichtet AFP.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur handelt es sich um den größten Migrantenansturm auf Ceuta seit dem Jahr 2021. Damals hatten mehr als 10.000 Menschen innerhalb kurzer Zeit die Grenze zur spanischen Exklave überquert.
Verwendete Quellen: AFP, Reuters, Tagesschau


