Alle Infos in unserem Live-TickerSPD nimmt Strafverschärfung für Brandstiftung ins Visier

Brand im Hürtgenwald
Der Brand im Hürtgenwald Kreis Düren NRW breitet sich hinter der Ortschaft Birgel mit der Pfarrkirche Sankt Martinus aus. (Symbolbild)
www.imago-images.de, IMAGO/Manngold, IMAGO

Hunderte Helfer kämpfen weiter gegen die Feuerwalze im Hürtgenwald!
Rund 300 Hektar sind von dem Großbrand in der Eifel betroffen, die Bewohner von Gey können weiterhin nicht in ihre Häuser zurück. Tag und Nacht kämpfen die Helfer gegen die Flammen – und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Die Löscharbeiten werden voraussichtlich mindestens bis Montag dauern. Alle aktuellen Entwicklungen zum Waldbrand in NRW lest ihr hier im Live-Ticker auf RTL.de.

Alles zur aktuellen Lage im Hitze-Ticker auf RTL.de

Wichtige Updates
Camilla Koziol

Waldbrände: SPD nimmt Strafverschärfung für Brandstiftung ins Visier

Angesichts möglicher Brandstiftung als Ursache der Waldbrände in Deutschland nimmt die SPD eine Verschärfung der Strafandrohung ins Visier. SPD-Parlamentsgeschäftsführer Dirk Wiese schlug in der "Rheinischen Post" vom Montag eine "Anhebung des Strafrahmens für vorsätzliche und fahrlässige Brandstiftung" vor. Des weiteren sei ein "starker Fokus auf eine abgestimmte Waldbrandprävention zwischen Bund, Ländern und den Kreisen und Städten" nötig. Dazu gehöre "das flächendeckende Anlegen von Löschteichen in Risikogebieten".
Bislang können vorsätzliche Brandstiftungen mit Freiheitsstrafen von mindestens einem Jahr geahndet werden, fahrlässige Taten auch mit Geldstrafen. NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen (CDU) hatte beim großen Waldbrand im Hürtgenwald erklärt, es gebe Hinweise auf Brandstiftung. "Wir sehen durchaus, wenn verschiedene Brandstellen relativ gleichzeitig oder in enger Abfolge hochkommen", sagte sie am Samstag. "Es macht einen stutzig." Gesicherte Erkenntnisse lägen aber noch nicht vor.

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) geht davon aus, dass der große Brand im Hürtgenwald von Menschen verursacht wurde. "Das Feuer ist entstanden durch irgendeinen Idioten, irgendein Idiot hat das Feuer verursacht", sagte Reul am Samstag bei einem Besuch bei den Einsatzkräften vor Ort. "Darum muss man nachdenken, wie verantwortungslos die Leute in der Gegend rumrennen und einfach irgendwas wegwerfen. Das ist das eigentliche Problem."
Camilla Koziol

Soldat stirbt im Kampf gegen Waldbrand in Nordspanien

Im Nordosten Spaniens ist ein Soldat bei der Bekämpfung eines Waldbrands ums Leben gekommen. Regionalpräsident Jorge Azcón erklärte am Sonntag im Onlinedienst X seine "aufrichtige Anteilnahme" angesichts des Todes des Soldaten, der im Kampf gegen den Brand in der Region Aragón im Einsatz war. Örtlichen Medien zufolge hatte sich sein Fahrzeug überschlagen. An den Löscharbeiten sind hunderte Einsatzkräfte beteiligt.

Der seit Tagen wütende Waldbrand in Aragonien bedroht ein mittelalterliches Kloster. Von dort wurden am Donnerstag die Gebeine der ersten Könige des mittelalterlichen Königreichs Aragón in Sicherheit gebracht. Auch Kunstwerke und ein Kelch wurden in Sicherheit gebracht, während auf den umliegenden Hügeln die Flammen loderten. Zudem mussten hunderte Menschen aus umliegenden Orten ihre Häuser verlassen.

In Spanien haben in diesem Sommer schon mehrere verheerende Waldbrände gewütet. Tausende Menschen mussten vor den Feuern in Sicherheit gebracht werden, vor allem im Zentrum des Landes. Im Juli wütete ein riesiges Feuer in der Provinz Ávila nahe der Hauptstadt Madrid. Bei einem weiteren folgenschweren Waldbrand in der andalusischen Provinz Almería kamen mehr als ein Dutzend Menschen ums Leben.

Wissenschaftlern zufolge erhöhen die durch den menschengemachten Klimawandel häufigeren und intensiveren Hitzewellen das Risiko von Waldbränden. Dürre und mehrere aufeinanderfolgende Hitzewellen haben die Vegetation in weiten Teilen Südeuropas stark ausgetrocknet.
Camilla Koziol

400 Einsatzkräfte kämpfen gegen Waldbrand im Saarland

Rund 400 Einsatzkräfte kämpfen aktuell im saarländischen Landkreis Neunkirchen gegen einen sich ausbreitenden Waldbrand. "Nach aktuellen Vermessungen mit einer Drohne sind rund sechs Hektar Waldfläche betroffen", teilte das saarländische Innenministerium mit. Innenminister Reinhold Jost habe sich vor Ort ein Bild von der Lage und den laufenden Löscharbeiten gemacht. Konkret betroffen ist ein Bereich beim Ortsteil Hirzweiler der Gemeinde Illingen. 

"Die Brandbekämpfung gestaltet sich insbesondere aufgrund des schwierigen Geländes und der aufwendigen Löschwasserversorgung anspruchsvoll", hieß es. Unterstützung bekämen die Einsatzkräfte am Boden von einem Löschhubschrauber. 

Nach Angaben der Feuerwehr hatte sich der Brand in Richtung eines Hofs ausgebreitet. Aufgrund der aktuellen Lage seien dort vorsorglich alle Pferde evakuiert worden. Aus dem Landesinnenministerium hieß es, Einsatzkräfte sicherten den Hof gegen ein Übergreifen des Feuers. 

"Wir bitten die Bevölkerung, das Gebiet zu meiden und die Zufahrten für anrückende Rettungskräfte freizuhalten", so die Feuerwehr. Die Rauchwolke des Brandes sei weithin sichtbar, hieß es. Der Wald sei gesperrt.
Camilla Koziol

Kreis Düren braucht noch Wasser: Portal eingerichtet

Kreis Düren on Instagram: "Portal zur Bereitstellung von Löschwasser Viele Landwirte haben zur Bekämpfung des großen Brandes im Hürtgenwald einen wichtigen Dienst geleistet, indem sie unermüdlich Löschwasser, Behälter und Fahrzeuge zur Verfügung gestellt haben. „Dafür gebührt ihnen ein herzlicher Dank. Diese Hilfe war und ist nicht selbstverständlich“, betonte Landrat Dr. Ralf Nolten. Um die Angebote zur Unterstützung weiter effektiv koordinieren und sicherstellen zu können, bitten die Gemeinde Hürtgenwald und der Kreis Düren darum, Hilfsangebote künftig über die Plattform redfarmer.eu zu platzieren. In diesem Portal können sich Landwirte melden, die Angebote zur Unterstützung machen möchten. Sie können sich kostenlos registrieren (eine genaue Anleitung gibt es im Hilfebereich der Seite). Im Bedarfsfall melden sich dann Kreis Düren bzw. die Gemeinde Hürtgenwald. Auch wenn sich die Lage im Hürtgenwald glücklicherweise weiter entspannt und aktuell weniger Unterstützung notwendig ist, wird auch in nächster Zeit beispielsweise Wasser benötigt. Bis alles endgültig gelöscht ist, wird noch einige Zeit vergehen. Kreis und Gemeinde freuen sich, wenn die Plattform genutzt wird: www.redfarmer.eu."
73 likes, 2 comments - kreis_dueren on August 16, 2026: "Portal zur Bereitstellung von Löschwasser Viele Landwirte haben zur Bekämpfung des großen Brandes im Hürtgenwald einen wichtigen Dienst geleistet, indem sie unermüdlich Löschwasser, Behälter und Fahrzeuge zur Verfügung gestellt haben. „Dafür gebührt ihnen ein herzlicher Dank. Diese Hilfe war und ist nicht selbstverständlich“, betonte Landrat Dr. Ralf Nolten. Um die Angebote zur Unterstützung weiter effektiv koordinieren und sicherstellen zu können, bitten die Gemeinde Hürtgenwald und der Kreis Düren darum, Hilfsangebote künftig über die Plattform redfarmer.eu zu platzieren. In diesem Portal können sich Landwirte melden, die Angebote zur Unterstützung machen möchten. Sie können sich kostenlos registrieren (eine genaue Anleitung gibt es im Hilfebereich der Seite). Im Bedarfsfall melden sich dann Kreis Düren bzw. die Gemeinde Hürtgenwald. Auch wenn sich die Lage im Hürtgenwald glücklicherweise weiter entspannt und aktuell weniger Unterstützung notwendig ist, wird auch in nächster Zeit beispielsweise Wasser benötigt. Bis alles endgültig gelöscht ist, wird noch einige Zeit vergehen. Kreis und Gemeinde freuen sich, wenn die Plattform genutzt wird: www.redfarmer.eu.".
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Seit Donnerstagnachmittag stehen in der Gemeinde Hürtgenwald im nordrhein-westfälischen Kreis Düren inzwischen etwa 30 Hektar Wald in Flammen. Die Lage hat sich in der Nacht zum Freitag (14. August) deutlich verschärft: Das Feuer rückte auf wenige hundert Meter an den Ortsteil Gey heran. Gut 1.800 Menschen mussten deshalb bereits ihre Häuser verlassen.