Alle Infos in unserem Live-TickerNRW-Ministerpräsident Wüst: Waldbrand Beleg für Klimawandel

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (r, CDU), und Vize-Ministerpräsidentin Mona Neubaur (Grüne) haben sich von Einsatzkräften des Waldbrands im Hürtgenwald informieren lassen.
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (r, CDU), und Vize-Ministerpräsidentin Mona Neubaur (Grüne) haben sich von Einsatzkräften des Waldbrands im Hürtgenwald informieren lassen.
Christian Knieps/dpa

Hunderte Helfer kämpfen weiter gegen die Feuerwalze im Hürtgenwald!
Rund 300 Hektar sind von dem Großbrand in der Eifel betroffen, die Bewohner von Gey können weiterhin nicht in ihre Häuser zurück. Tag und Nacht kämpfen die Helfer gegen die Flammen – und ein Ende ist noch nicht in Sicht. Die Löscharbeiten werden voraussichtlich mindestens bis Montag dauern. Alle aktuellen Entwicklungen zum Waldbrand in NRW lest ihr hier im Live-Ticker auf RTL.de.

Alles zur aktuellen Lage im Hitze-Ticker auf RTL.de

Wichtige Updates
Camilla Koziol

Wüst: Waldbrand Beleg für Klimawandel

Ministerpräsident Wüst wertet den Waldbrand auch als Beleg dafür, wie wichtig es sei, gegen den Klimawandel vorzugehen. "Wir erleben das hier in dieser Art eines großen Feuers zum ersten Mal, aber wir erleben eben nicht zum ersten Mal diese Extremwetterlage", sagte er bei einem Besuch in Hürtgenwald. "Und das hat eben auch was mit Klimawandel zu tun. Das wird nun ernsthaft keiner mehr leugnen." 

Das Land werde es "in Zukunft häufiger mit Extremwetterereignissen ganz unterschiedlicher Art zu tun haben". Dies könnten Waldbrände sein oder etwa Starkregenereignisse. "Insofern sind Klimafolgenanpassungen und Klimaschutz weiter auf der Agenda", sagte der nordrhein-westfälische Regierungschef.
Camilla Koziol

Am Tag danach - so sieht es nach dem teilweise gelöschten Brand im Hürtgenwald aus

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Camilla Koziol

Wetterdienst: Kein größerer Regen im Hürtgenwald

Rund um das Großfeuer im Hürtgenwald ist aktuell und auch in den nächsten Tagen kein nennenswerter Regen zu erwarten. "Es sieht nicht nach Regen in größeren Mengen aus - auch für die folgenden Tage nicht", sagte eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Samstag. 
Am Nachmittag hatte es in Hürtgenwald leicht geregnet. "Wir haben etwas Getröpfel über NRW. Sehr geringe Niederschlagsmengen, die nicht helfen", sagte die Sprecherin. 
Allerdings hätten sich bisher über der Eifel auch keine Gewitter gebildet, so dass es nicht zu stärkeren Böen komme. Brandbekämpfer hatten befürchtet, dass stärkerer Wind oder gar Böen das Feuer wieder anfachen könnten. Möglicherweise könne eine lokale Gewitterzelle am Abend das Wetter rund um den Brandherd beeinflussen, hieß es vor Ort.
Camilla Koziol

Ministerin: Gehen Sie NICHT in den Wald!

NRW-Landwirtschaftsministerin Silke Gorißen (CDU) warnte die Bürgerinnen und Bürger eindringlich vor dem Betreten von Wäldern. "Bleiben Sie bitte einfach aus den Wäldern raus", appellierte die Ministerin im Deutschlandfunk. Oft reiche schon eine "weggeworfene Klippe" oder zurückgelassenes Glas, einen Waldbrand auszulösen - insbesondere, weil die extreme Trockenheit als Brandbeschleuniger wirke, sagte Gorißen.

Die Ministerin wies darauf hin, dass es bei diesem Brand Hinweise auf Brandstiftung geben könnte. "Wir sehen durchaus, wenn verschiedene Brandstellen relativ gleichzeitig oder in enger Abfolge hochkommen", sagte sie. "Es macht einen stutzig." Gesicherte Erkenntnisse lägen aber noch nicht vor.

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Seit Donnerstagnachmittag stehen in der Gemeinde Hürtgenwald im nordrhein-westfälischen Kreis Düren inzwischen etwa 30 Hektar Wald in Flammen. Die Lage hat sich in der Nacht zum Freitag (14. August) deutlich verschärft: Das Feuer rückte auf wenige hundert Meter an den Ortsteil Gey heran. Gut 1.800 Menschen mussten deshalb bereits ihre Häuser verlassen.